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Donnerstag, 17. Oktober 2019
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Freizeit

Como Agua
Wanderung auf die Montaña Blanca

Von: Friederike Klinge









Einblick in eine der alten Aljiben, die in den 40er Jahren in die Montaña Blanca hineingetrieben wurden – ohne Einsatz von größeren Maschinen.








(04/08 N°21) Lanzarote ist eine sehr trockene Insel. Es gibt kein Grundwasser und verschwindend geringe Niederschläge. So ist die Wasserversorgung bis in die heutige Zeit eines der zentralen Themen für die Bewohner Lanzarotes. Im Rahmen der Ausstellung „Como Agua“ (Artikel "Im Fluss bleiben" lesen), die mehre Monate in Teguise gezeigt wurde, werden einige didaktische Wanderungen zum Thema „Wasser auf Lanzarote“ angeboten. Im Frühjahr war das Team von Lanzarote37º mit dem Biologen Ignacio Romero und dem deutschen Wanderprofi Stephan Isenmann auf der zweiten Wandertour der zweisprachigen „Como Agua“ – Wanderungen unterwegs: Es ging auf die Montaña Blanca.


Bei absolutem Kaiserwetter trafen sich die Wanderer am Ausgangspunkt der Tour, an der Ostflanke der Montaña Blanca. Rund 50 Spanier sowie einige Deutsche waren in dem vom Ayuntamiento Teguise angemieteten Bus angereist. Einige Teilnehmer kamen in ihren eigenen Pkws. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in Tagesablauf und Streckenführung ging´s los:
Zunächst querfeldein die Flanke der Montaña Blanca hinauf, bis wir auf einen Schotterweg trafen. Auf diesem gingen wir weiter und genossen während des Aufstiegs die Aussicht in alle Richtungen: Im Osten unsere Hauptstadt Arrecife, im Süden Tías, der Urlaubsort Puerto del Carmen und die Nachbarinsel Fuerteventura – wunderbar klar zu sehen waren die Dünenstrände von Corralejo und das zentrale Massiv von Betancuria – hinter uns im Norden San Bartolomé und in der Ferne die Steilküste von Famara.
Bei einem ersten längeren Stopp machte Stephan uns auf die Meerwasserentsalzungsanlage in Arrecife aufmerksam: Die rauchenden Schornsteine, die die Reste des zur Trinkwasserproduktion verbrannten Öls in den Himmel blasen, waren zwar weit in der Ferne, aber gut auszumachen. Wir erfuhren viel Wissenswertes über die heutige Trinkwasserproduktion, unter anderem, dass die erste Meerwasserentsalzungsanlage Spaniens im Jahre 1964 auf Lanzarote gebaut worden ist. (Artikel: "Trinkwasser auf Lanzarote" lesen)
Weiter ging es zum ersten Hauptziel der Tour: Einem alten Regenwasserauffangsystem, das in den vierziger Jahren angelegt wurde, um ganz Tías mit Trinkwasser zu versorgen. Mehrere hundert Meter lange Kanäle verlaufen parallel zum Berg und münden in insgesamt drei große Aljiben – Wasserspeicher –, die als Stollen in den alten Vulkan hineingetrieben worden sind. Wir bestaunten das alte Bauwerk, umso mehr, als Stephan erzählte, dass die ganze Anlage während der Franco-Zeit von vielen, vielen Arbeitskräften ohne maschinelle Hilfe angelegt worden ist. Heute sind die Kanäle und Aljiben weitestgehend verfallen, denn seit die Meerwasserentsalzungsanlagen genügend Wasser produzieren, werden traditionelle Regenwasserauffangsysteme wie dieses nicht mehr genutzt.
An der Süd-Flanke der Montaña Blanca stiegen wir ab, bis wir auf einen Schotterweg stießen, auf dem wir in westlicher Richtung um den Vulkankegel herum wanderten. Der Weg ist flankiert von Feldern, auf denen um diese Jahreszeit, also im Winter wenn die wenigen Niederschläge fallen, Kartoffeln, Zwiebeln, Hülsenfrüchte und Mais angebaut werden.
Als wir soweit um den Vulkan herum gewandert waren, dass wir das Dorf Montaña Blanca vor uns sehen konnten, gingen wir auf einem Trampelpfad in einem kleinen Barranco – einer vom Regen ausgespülten Erosionsrinne – weiter. Die nächste Sehenswürdigkeit war ein alter Brunnen, der früher von einer inzwischen versiegten Quelle gespeist wurde.
Sehr kurios wirkt das in dem Barranco wachsende Schilfrohr – ein Gewächs, das man eigentlich nur aus sehr feuchten Gebieten kennt. Ein Sumpfbewohner auf Lanzarote? Ja, denn im Barranco sammelt sich bei Regen immer wieder das Wasser, genügend Feuchtigkeit für das Schilfrohr und viele andere Pflanzen.
Im Dorf Montaña Blanca angekommen, machten wir Rast.Auf der kleinen Plazuela bei der Sociedad gibt´s Bänke im Halbschatten und wer wollte, konnte sich in der Bar auch einen Kaffee holen. Nach einer halben Stunde riefen Ignacio und Stephan zum Aufbruch und die Truppe begann den zweiten Teil der Tour. Wir bestiegen die Südost-Flanke des Vulkans Guatisea, um uns das Highlight des Tages anzuschauen: Von Hand ins Vulkangestein geritzte Rinnen, die aus vorspanischer Zeit, also von den Ureinwohnen Lanzarotes, – den Majoreros – stammen. Die Erklärungen der Archäologen sind nicht ganz eindeutig, es könnte sich um ein Wasserauffangsystem gehandelt haben, aber, so erzählte Ignacio „alles, was die Archäologen nicht eindeutig erklären können, stecken sie in den Sack „Mystik-Rituale-Zeremonien“. Wir waren trotzdem beeindruckt, mit prähistorischen Spuren früherer Inselbewohner Lanzarotes in Berürung gekommen zu sein.
Auch am Guatisea gibt es ein Regenwasserauffangsystem, ähnlich dem, welches wir vorher an der Montaña Blanca gesehen hatten, aber noch größer: Viele hundert Meter lange Kanäle führen das Regenwasser in sechs  große Aljiben. Von hier aus wurden früher die umliegenden Dörfer und San Bartolomé mit Trinkwasser versorgt.
Inzwischen hatte die Sonne ihren Zenit erreicht. Wir stiegen an der Nordost-Flanke des Guatisea in Richtung San Bartolomé ab, bis wir unseren Ausgangspunkt wieder erreicht hatten.
Ignacio und Stephan haben auf dieser Wanderung daran erinnert, wie wertvoll früher Wasser für die Lanzaroteños gewesen ist. Als man noch auf jeden Tropfen des kostbaren Nass angewiesen war und es einer Katastrophe gleichkam, wenn der Regen ausblieb. Es war die Zeit bevor die großen Meerwasserentsalzungsanlagen Tag und Nacht Süßwasser produzierten. Die Zeit, als Wasser noch als das galt, was es auch für uns immer noch sein sollte: Das kostbarste Gut, ohne welches das Leben unmöglich war und – ist.

 

Bisher sind unter dem Motto „Como Agua – auf den Spuren von Wasser in der Natur“  noch zwei weitere Wanderungen geplant:
Am Sonntag 13. April um 8:30 Uhr geht es von Yé nach Guinate. Anschließend wird die Meerwasserentsalzungsanlage in Arrecife besichtigt.
Am Sonntag, 11. Mai um 8:30 Uhr durch El Rubicón.
Reservierungen bei der Stadtverwaltung in Teguise, Abteilung für Kultur, Tel.: 928 84 59 99 (spanisch) oder bei Mathias Diekmann unter 676 824 496 (deutsch).



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