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Lokales

Cofradía Playa Blanca
Auf ein Bier mit den Fischern

Von: Sarah Schulz


Playa Blanca, Sociedad, La Aurora, Cofradía, Fischerei, Bastelkurse, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenunddreißig, deutschsprachig, Inselmagazin
Bastelkurs in der Sociedad in Playa Blanca: Zuletzt wurden Mühlen aus Dachpfannen hergestellt. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Die Teilnehmerinnen des Handarbeitskurses bleiben unter sich. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Loli Martín. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Im Patio vor Lolis Büro standen schon lange keine Tische und Stühle mehr. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Morgenstimmung im Hafen von Playa Blanca. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Nach einer Nacht auf dem Meer kehren die Fischer gegen 8 Uhr in den Hafen zurück. Foto:©Lanzarote37°/Schulz

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An Bord sortieren die marineros ihren fangfrischen Fisch. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Nach dem Guten-Morgen-Kaffee geht es auf zur Arbeit. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Restaurantbesitzer Javier Caraballo im Gespräch mit Sarah Schulz. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Ab 13 Uhr ist Sito Caraballo der Herr hinter dem Tresen. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Das Restaurant ist auch unter Touristen sehr beliebt. Foto:©Lanzarote37°/Bernard

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Fisch gibt es an sechs Tagen der Woche frisch zu kaufen. Foto:©Lanzarote37°/Schulz


In fast jedem spanischen Dorf gibt es ein Gemeindezentrum, dessen Herz die Bar ist, wo sich Jung und Alt die Klinke in die Hand geben. Trotz seiner hohen Einwohnerzahl von etwa 11.000 hat Playa Blanca im Inselsüden zwar eine sogenannte Sociedad, dem Zentrum mangelt es allerdings an einem Tresen. Wohin geht man also auf ein Bierchen? In das Restaurant „La Cofradía“ im Komplex der Fischereigenossenschaft nahe dem Fähranleger.

 

Einmal am Tag oder wenigstens mehrfach die Woche auf einen Kaffee oder ein kühles Bier in der örtlichen Sociedad vorbeizugehen, ist für viele Spanier ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Seit Jahrzehnten sind diese Gemeindehäuser mit ihrem kulturellen Angebot, aber vor allen mit ihren Bars und Restaurants im Dorfleben der Gemeinde etabliert. Sie bestimmen die tägliche Routine. Wer das soziokulturelle Zentrum La Aurora in Playa Blanca besucht, wird aber keinen dieser berühmten Dorftresen antreffen. „Nein, nein, eine Bar gibt es hier schon seit Jahren nicht mehr“, erzählt Loli Martín Umpierrez, die Angestellte der Gemeinde Yaiza, die ihren Arbeitsplatz in der Calle de la Lapa im südlichsten Inselort hat und das Zentrum, das aus einer Nachbarschaftvereinigung erwachsen ist, von Gemeindeseite her betreut. „Unser Angebot ist groß: viel Sport, Handwerken und Basteln. Zu unseren Aktivkursen bringt sich jeder seine Flasche Wasser mit. In der Werkstatt gibt es eine Kaffeemaschine, da können sich die Kursteilnehmer selbst einen Kaffee zubereiten. Die Mehrzahl unserer Workshops richtet sich an Frauen, und seitdem der Barbetrieb aufgegeben worden ist, trifft man hier eigentlich keine Männer mehr an.“ Die Lanzaroteña sagt das lachend, obwohl sie gleich hinzufügt, dass das natürlich ein soziales Problem für das Gemeindeleben darstelle. „Ein Glück, dass es die cofradía de pescadores (Fischereigenossenschaft) am Hafen gibt. Da treffen sich seit Langem schon die Männer auf ein Kartenspiel oder um etwas zu trinken.“


Ortswechsel

Die cofradía befindet sich am Anleger in Playa Blanca. Dort im genossenschaftlichen Komplex führt Javier Caraballo das gleichnamige Restaurant bereits seit 1996 und kocht, gemeinsam mit einem anderen Koch, tagein, tagaus, kanarische Spezialitäten. Nur sonntags gönnt er sich eine Auszeit, „sonst beschwert sich die Familie.“ Am Morgen steht er ab halb sechs in der Küche, um die Speisen für den Tag vorzubereiten. Wenn um halb sieben die ersten Gäste eintrudeln, die sich vor Arbeitsbeginn mit einem bocadillo  und einem Kaffee stärken möchten, hat er bereits tortilla española gebacken und ensaladilla rusa zubereitet. „Ich mag meine Arbeit gerne, auch wenn es selbst nach 16 Jahren morgens gelegentlich schwierig ist, aus dem Bett zu kommen“,  sagt er ehrlich. „Aber gerade die Morgenstunden, wenn hier jeder in seinen Arbeitstag startet, unser Team und die Besucher, bieten eine spezielle Atmosphäre.“
Javiers Verbundenheit zum Hafen liegt in der Familie. Zwei seiner sieben Geschwister angeln beruflich, und auch Javier hat sich in jungen Jahren dem Fischfang  gewidmet. „Als Hobby würde ich das eigentlich gerne wieder machen, aber mir fehlt die Zeit“, bedauert er manchmal seine zahlreichen Verpflichtungen. Mit dem Finger deutet er vom Essenssaal seines Restaurants aus auf einige Häuser, die direkt hinter dem Hafen am Wasser liegen. Da wohnten Familienangehörige. „Ich bin hier geboren und aufgewachsen - Soy natural de Playa Blanca“, verkündet er nicht ohne Stolz. Sein Bruder Sito, der mittags ab 13 Uhr hinter dem Tresen steht, hat dort in der ersten Wasserreihe sein Häuschen.


Hafenbetrieb

Den Hafen von Playa Blanca nehmen viele Touristen nur als Tor nach Fuerteventura wahr, und Javier würde ihnen vielleicht sogar beipflichten: „Fischer gibt es kaum mehr, nur noch sieben oder acht Boote fahren regelmäßig raus.“ Zwar sind in der cofradía 16 armadores, Schiffseigentümer, zusammengeschlossen, dennoch widmen sich nicht alle dem professionellen Fischfang. „Die Krise“, Javier wirkt niedergeschlagen, „hat alle stark getroffen. Und da der Staat dieses Berufsfeld kaum subventioniert, lohnt sich für viele die mühevolle Arbeit nicht.“
Neben den Bootsbesitzern sind in Playa Blanca zehn weitere marineros, Seemänner, gemeldet. Die Zahlen bei den Genossenschaften in Arrecife und La Graciosa unterscheiden sich wenig. Ein weiteres Problem sei das illegale Fischen, besonders zwischen Lanzarote und der Küste vor Cofete im Südwesten Fuerteventuras. So verlören viele gemeldete Fischer mögliche Gewinne, sowohl was den Fang angehe als besonders auch an Käufern, die den günstigeren, illegal gefangenen Fisch trotz gesundheitlicher Risiken bevorzugten. Dennoch haben gleich neben den Armas- und Fred Olsen-Fähren auch heute noch die verbliebenen Fischerboote ihren Anlegeplatz gemietet. Ihre traditionelle blaue Farbe mit Details in rot stimmt fasst wehmütig, weil sie an die Omnipräsenz auf alten Fotos erinnert, und bildet einen lebendigen Kontrast zu den hellen Jachten.
Wie schwierig es viele Fischer auf der Insel haben, sieht man unter anderem auch an den zahlreichen Aushängen in Javiers Restaurant und vor dem Büro der cofradía. Viele, viele Fischerboote stehen zum Verkauf. Hierbei handelt es sich aber nicht ausschließlich um solche, die die lista tercera haben, also für den beruflichen Fischfang zugelassen sind, sondern auch um einige mit der lista séptima, die den Eigentümern das Sportfischen gestattet.  


Zusammenkünfte

Obwohl das Restaurant selbst nicht der Genossenschaft angeschlossen ist, verbringen viele Fischer einen Teil ihrer Freizeit dort. Und es verbinden sich deren Leben mit denen der anderen Einheimischen  und auch denen der Touristen – nicht zuletzt durch die Zubereitung ihres Arbeitsertrags. Das wohlverdiente Feierabendbier oder auch mal ein Schnäpschen, ein kurzes Gespräch mit den anderen Gästen am Tresen, ein Kartenspiel unter Freunden: das Gemeindeleben ist in vollem Gange. Oft, während draußen ein Boot in den Hafen hereinfährt, das über Nacht angeln war, und die meistens zweiköpfige Mannschaft danach den Fang sortiert, sind die Kollegen, die erst am Nachmittag herausfahren werden, schon bei Javier eingekehrt.
Doch nicht nur den Fischern bietet Javier einen Treffpunkt. Den ganzen Tag über gehen Busfahrer bei ihm ein und aus: Ob Linienbus oder zurück von einer organisierten Tour, sei es um sieben Uhr morgens vor der ersten Route oder erst um 13 oder 19 Uhr, sobald sie Pause oder Feierabend haben, finden sie sich am Tresen auf einen cortado ein und plaudern gemütlich mit den Kollegen. Ebenso mit Javier tauschen die zahlreichen Gäste - man kennt sich meistens seit vielen Jahren - gerne mal einen Gedanken aus, wenn er sich im Lokal aufhält. Das erfreut ihn, schließlich sieht er sich selbst ausschließlich an der Herdplatte verortet: „Die Küche ist mein Büro.“


Bei allen beliebt

Geschätzt wird „La Cofradía“ auch von den vielen Touristen, die Playa Blanca tagtäglich besuchen. Und seitdem die Bar neben den Fährticketverkaufsschaltern geschlossen ist, kehren mehr und mehr Menschen bei Javier ein. Zur Mittagszeit und am Abend kommen sie, um die Empfehlungen der Küche zu genießen. Zu fangfrischen Fisch würde Javier jedem, der ihn fragt, raten. Ebenso preist er auf Anfrage seiner Gäste stets das täglich wechselnde Menü mit Vorsuppe an, das für acht bis zwölf Euro, je nachdem, woraus es besteht, ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Und es ist den nicht einheimischen Besuchern zu verdanken, dass sich bei Javier nicht nur Männer treffen. Frauen, außerhalb des Speisesaals, sind höchst rar. In Playa Blanca sind die Männer und Frauen wegen der verschiedenen Orte, wo man sich trifft, voneinander getrennt. Gemäß den Interessen bleiben die einen sportlich oder kreativ beschäftigt im Gemeindehaus und die Herren heben die Gläser am Restauranttresen. Könnte man dorthin noch einige Frauen locken, wäre die cofradía der perfekte Gemeindetreffpunkt.


Das Restaurant „La Cofradía“ befindet sich in der großen Halle der cofradía am Anleger in Playa Blanca. Zwei Türen links neben dem Restauranteingang  befindet sich ein Verkaufsraum, wo montags bis samstags zwischen 8 und 14.30 Uhr frischer Fisch angeboten wird. Die Tür ist für gewöhnlich geöffnet, allerdings gibt es bisher kein Schild, das den Verkauf ankündigt. Möchten Sie also Fisch und Meeresfrüchte kaufen, gehen Sie einfach hinein. Die täglich frisch angelieferten Waren sind mit Namen und Preis ausgezeichnet.



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