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Lokales

Büsche und Sträucher
Die tragenden Elemente eines Gartens.

Von: Wolfgang Scherzer



Datura


Destrum parqui


Carissa grandiflora


Cassia didymoborya


Retama monosperma


Myrtus communis


Spartium junceum


Acocanthera oblongifolia


(06/07 N°11) Büsche und andere buschartige Pflanzen sind nach Palmen und Bäumen das zweite tragende Element bei der Gestaltung eines Gartens. Man pflanzt sie einzeln, in Gruppen, als Hecke und - weniger oft - flächendeckend. Ein Garten spricht vor allem die Augen an, der Landschaftsgärtner versucht auch die anderen Sinne einzubeziehen, er arbeitet auch mit Gerüchen, besonders mit Düften, mit dem Tastsinn – man will ja vieles auch einfach berühren –, mit Geräuschen – ein Bambus raschelt anders als eine Fächerpalme, ein Bachplätschern beruhigt, die Bachpumpe nervt – und mit dem Geschmackssinn über Obst, Gemüse und Kräuter. Nachfolgend eine kleine Auswahl von duftenden Büschen:

 

Wenig bekannt, aber gut geeignet für hiesige Gärten, ist Carissa macrocarpa (C. grandiflora), die Natalpflaume. Der mit Dornen bewehrte immergrüne Busch blüht bei ausreichender Wassergabe fast ganzjährig. Aus den duftenden Blüten entstehen pflaumengrosse, säuerliche, essbare rote Früchte. Man kann daraus gut Marmelade kochen. Carissa verträgt vollsonnige bis leicht schattige Standorte und Meeresnähe. Wind macht ihr nicht viel aus, in windgeschützten Lagen wird sie bis vier Meter hoch und fast genauso breit. Carissa eignet sich auch gut für eine schützende Heckenpflanzung, Mensch und Tier  vermeiden es, eine Carissa-Hecke zu durchqueren.

 

Zur selben Familie (Apocynaceae) gehört die Acocanthera oblongifolia, der Giftschön.Es ist eher ein kleiner mehrstämmiger Baum als ein Busch. Seine Strahlenblüten verbreiten einen starken Duft. Die Früchte haben leider eine entfernte Ähnlichkeit mit Oliven. Die Pflanze ist stark giftig. Zitat aus der Pflanzendatenbank Plantus, einem Standardwerk für Landschaftsgärtner:“Der Giftschön unterscheidet sich von der verwandten und ähnlichen Natalpflaume durch den sehr giftigen Milchsaft. Beim Schnitt ist unbedingt Schutzkleidung zu tragen, da schon geringe Mengen des Milchsaftes in einer Wunde lebensgefährlich sind. In seiner Heimat werden die Wurzeln des Giftschön zur Gewinnung von Pfeilgift ausgegraben.“ Dem Giftschön begegnet man öfters in hiesigen Gärten. Man sollte die Pflanzung in Gärten mit Kindern und allzuhäufig wechselnden Gästen vermeiden. Ein mir bekannter Feriengast, der die Früchte des Giftschön mit Oliven verwechselte, sie aber wegen des schlechten Geschmacks wieder ausspuckte, hatte keinerlei Beschwerden. Aber Vorsicht, Geschmäcker sind verschieden.Cestrum nocturnum, auf spanisch „Galán de Noche“ ist ein weiterer Vertreter der wohlriechenden Büsche. Sein wenig bekannter deutscher Name „Hammerstrauch“ hat nichts mit den Eigenschaften des Busches zu tun, er bezieht sich auf die spezielle Form der Staubgefässe in der Blüte. Er gehört in die Familie der Solanaceen, der Nachtschattengewächse. Besonders abends und nachts bemerkt man den weitreichenden, süßlichen Duft. Der Busch wird ohne Schnitt bis 4 Meter hoch und breit. Für eine mehrmalige Blüte pro Jahr und eine schöne dichte Form braucht Cestrum einen Rückschnitt jeweils nach der Blüte. Man kann ihn auch als Hochstämmchen ziehen.

 

Der Galán de Noche braucht viele Nährstoffe. Ausserdem ist er anfällig für Befall mit Läusen und weisser Fliege. Wir empfehlen, auf Mineraldünger zu verzichten und stattdessen ein- bis zweimal im Jahr mit Mist zu düngen. Cassia didymobotrya, der Popkornbusch erhielt seinen Namen wegen des Geruchs seiner Blüten. Auch bei Berühren der Blätter entfaltet sich ein Duft, der an Popcorn oder an Erdnussbutter erinnert. Auf den Kanaren heisst er „Flor de Gofio“, die Einwohner werden vom Duft der Cassia an ein heimisches Nahrungsmittel, den Gofio erinnert. Cassia blüht mit 15 bis 25 cm grossen, aufrecht stehenden gelben Trauben. Mit seiner mäßigen Wuchskraft erreicht die Cassia zwei bis drei Meter Höhe und wird ebenso breit. Sie verträgt volle Sonne und liebt einen geschützten Standort. Um einen buschigen Wuchs zu erhalten, sollten die Triebe gelegentlich entspitzt werden. Alte Blüten entfernt man, damit die Pflanze ein zweites Mal im Jahr blüht. Ein starker Rückschnitt bis ins mehrjährige Holz zerstört die regelmässige Form des Strauches, zudem treibt er schlecht von unten aus. Wunderschön und stark duftend sind die Engelstrompeten, botanisch Datura oder Brugmansia  aus der Familie der Solanaceen. Die Zierformen sind weniger giftig als Wildform Datura stramonium; der Stechapfel. Sie eignen sich für windstille Ecken und Patios. Die Blüten aller Arten, außer die der rötlich gefärbten Datura sanguinea, duften. In ihrer Heimat Südamerika wird Datura sanguinea von Kolibris bestäubt. Die Kolibris brauchen keinen Duft um die Blüte zu finden. Alle anderen Datura werden von Nachtfaltern bestäubt, welche über den Duft den Weg zur Blüte finden.Ein regelmässiger starker Rückschnitt sorgt zusammen mit einer Düngung  für neuen reichlichen Blütenflor. Einige Arten bringen nur periodisch Blüten hervor, die weisse Datura arborea blüht fast das ganze Jahr über. Je nach Licht und Temperatur ändert sich die Tönung der Blüten, wundern Sie sich nicht, wenn die Farben auf dem Etikett nicht mit denen ihrer Pflanze übereinstimmen. Die Kronenwicke, Coronilla glauca, ist ein kleiner windbeständiger Strauch mit vielen gelben Blüten. Ihre Grundform ist rundlich mit ausladenden Ästen bis in Bodennähe. Sie wächst auch auf stark alkalischen Böden und stellt keine besonderen Ansprüche an die Nährstoffversorgung. Der Duft ist süßlich, aber nicht stark; wenn die Coronilla im Wind steht, wird man nichts von dem Duft bemerken. Blütezeit ist ab Januar bis Juli in mehreren Wellen.

 

Ginster sieht man in den hiesigen Gärten viel zu selten. Der kanarische Besenginster, Cytisus canariensis, gilt als weitgehend wind- und trockenresistent. Er ist schnellwüchsig und wird 1,5 bis 3 Meter hoch. Die gelben Blüten verströmen einen starken Duft. Etwa die gleichen Eigenschaften hat der Pfriemenginster oder Spanischer  Ginster, Spartium junceum. Dieser kommt mit den hiesigen basischen Böden besser zurecht. Beide sind auf den Kanarischen Inseln heimisch. Der weisse Ginster, Retama monosperma, kommt ursprünglich aus Südportugal und Südwestspanien, man sieht ihn in hiesigen Gärten öfter als die gelben Arten. Er ist nicht so windresistent, wächst langsamer als die beiden anderen und verträgt keinen starken Rückschnitt.Schon im alten Testament erwähnt und im alten Griechenland der Göttin Aphrodite geweiht ist die Brautmyrte, Myrtus communis. Beheimatet ist sie im ganzen Mittelmeergebiet und auf den Kanarischen Inseln. Die Blätter besitzen ölabsondernde Drüsen, die einen wohlriechenden Duft abgeben.  Der immergrüne Busch wird mit seinen dichten senkrechtstehenden Ästen bis zu zwei Meter hoch. Wegen ihres dichten Wuchses, spielt sie im Gartenbau auch als Umzäunung eine Rolle. Die Blüten sind weiß, die Frucht eine schwarzblaue Beere. Myrtus wächst auch in Küstennähe  und an windigen Stellen. Auch nach einem radikalen Rückschnitt treibt sie wieder willig aus. Die Zahl der duftenden Büsche ist stattlich. Einige erwähnten wir schon in anderen Ausgaben von Lanzarote37º, ohne auf ihre Verwendung als Duftpflanzen einzugehen: Oleander, Rosmarin, Tamarix, Brillante, Frangipani und Pittosporum. Beim Wandelröschen teilen sich die Ansichten: duftet es oder riecht es nur streng. Andere duftende Pflanzen wie Akazien, Obst, insbesondere Citrus, Wachsblume, Jasmin usw. werden wir in späteren Ausgaben in anderem Zusammenhang vorstellen.Der Autor Wolfgang Scherzer studierte in Deutschland Gartenbau und tropische Landwirtschaft. Seit zwölf Jahren arbeitet er als Gartenarchitekt und Gärtner auf Lanzarote.



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