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Wissenswertes

Bio-Anbau auf Lanzarote:
Die Öko-Bauern von La Tanganilla

Von: Karl Kunze


Lanzarote, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenundreißg, Bioanbau, Biolabel, CRAE, Aguado
Joaquin Aguado vor dem Bio-Label der CRAE, (Consejo Regulador de Agricultura Ecológica), der staatlichen Behörde die den Bio-Anbau überwacht und zertifiziert. Foto: Lanzarote37°/Karl Kunze

Lanzarote, Lanzarote37°, 37 Grad, siebenundreißg, Bioanbau, Biolabel, CRAE, Aguado, Guttenberger
Bio-Bauer Joaquin Aguado und Kollege Klaus Guttenberger (v.l.n.r.) auf dem Marktstand von „La Tanganilla“ in Haría. Jeden Samstag von 9 -14 Uhr verkaufen die Öko-Bauern dort ihre Bio-Produkte. Foto: Lanzarote37°/Karl Kunze


Es ist nur eine kleine Gruppe widerspenstiger Lanzaroteños, die es wagt, gegen den Strom des konventionellen Landbaus auf Lanzarote zu schwimmen. Vor vier Jahren gründeten vier von ihnen die ökologische Produktionsgenossenschaft „La Tanganilla“, ein Verein, unter dessen Dach Bio-Bauern mit Mut, Bewusstheit, Engagement und dem Glauben an eine gute Sache werthaltige Nahrungsmittel produzieren und ein ökologisches Zeichen auf Lanzarote setzen.


Vor sieben Jahren gegründet, vereinigt „La Tanganilla“ heute 20 Betriebe mit vierzig Mitgliedern. Einer von Ihnen ist Klaus Guttenberger (54), Mitarbeiter des WWF-Büros in Puerto Calero, gelernter Einzelhandelskaufmann und seit 19 Jahren auf der Insel ansässig. Anfang der 80-er war er noch für die Grünen im Kreistag von Northeim (Göttingen) tätig, ab 1992 saß er im Vorstand von „El Guincho“, einer ONG (Organización No Gubernamental), der auch César Manrique angehörte, und die, wie viele dieser Gruppen, eher wertkonservativ ausgerichtet ist. Vor sechs Jahren brachte der Kauf von einem Hektar Weinberg die entscheidende Wende in sein Leben: im Laufe der Jahre merkte er, dass er sich beim Anbau des eigenen Weines nicht länger selbst vergiften wollte. Er schloss sich vor anderthalb Jahren „La Tanganilla“ an.


Dieses kanarische Wort bezeichnet eine Art simple Sämaschine, die, auf den Rücken eines Esels gehängt, über ein zum Boden führendes Rohr alle paar Zentimeter einen Samen in eine vorbereitete Furche fallen lässt. Dies sollte man aber nicht allzu symbolisch nehmen, da durchaus auch moderne Maschinen und Anbaumethoden zum möglichen Repertoire gehören. Bisher konnte dies aber aus Geldmangel noch nicht umgesetzt werden. 


Der ökologische Anbau wird durch eine staatliche Behörde überwacht und zertifiziert. Das ist der Consejo Regulador de Agricultura Ecológica (CRAE). Einmal im Jahr kommt ein Inspektor aus Gran Canaria, überprüft die Betriebe und nimmt auch Proben mit für die chemische Untersuchung. Zu den Herstellern gehört beispielsweise Wolfgang Scherzers „Centro Verde Lanzarote S.L.“ und der oben erwähnte Weinbau von Klaus Guttenberger, zu den Verarbeitern die Bodega El Bermejo (nur die zertifizierten Flaschen) und der Bäcker Peter Pan (sonntags auf dem Marktplatz von Teguise).


Die Waren der angeschlossenen Hersteller des Vereins sollen im Direktverkauf vermarktet werden. Die Idee ist dabei, dem Landwirt einen angemessenen Preis für sein Produkt zukommen zu lassen. „Natürlich kann dann eine Zucchini nicht mehr 90 Cent wie im Supermarkt kosten. Dieser Preis spiegelt in keiner Weise den Einsatz wieder, der nötig ist, um diese Zucchini zu ziehen. Für den Mehrpreis bekommt aber der Verbraucher erstklassige Qualität und die Waren sind frisch. Ehe ein Blumenkohl vom Festland auf Lanzarote landet, muss er doch gewöhnlich erst mal nach Gran Canaria oder Teneriffa einen Ausflug machen, bis er hier zum Kauf präsentiert werden kann.


Das alles kostet Qualität“, so Guttenberger. Einen kleinen zertifizierten Stand für die Direktvermarktung, betrieben von Joaquin Aguado (Bild),  findet man jeden Samstag in Haría auf dem dortigen Mercadillo, einen größeren in Arrecife gegenüber der Post, und seit dem 15. September (so die Lage bei Redaktionschluss) kann man wieder wie ehedem im „Recova“ (Lebensmittelmarkt) in Arrecife, zwischen der Kirche San Ginés und dem Ayuntamiento, einkaufen. Es ist auch, allerdings erst nächstes Jahr, ein Abo-Service geplant: man bestellt eine Kiste mit frischem Gemüse, die dann jede Woche vorbeigebracht wird. Hierbei werden noch engagierte Helfer gesucht (Die können ein e-mail schicken an: latanganilla@yahoo.es). Die Direktvermarktungsidee stützt natürlich nicht nur die lokale Produktion, sondern verändert auch im Laufe der Zeit über die Rekultivierung der Anbauflächen positiv das Landschaftsbild.


Aber nicht nur die Vermarktung, sondern auch die Produktkoordinierung sind wesentliche Themen des Vereins: hiermit soll ein Gleichgewicht der Produktion hergestellt werden, das einerseits auf Diversifikation (Vielfältigkeit) beruht (damit nicht alle gleichzeitig nur Möhren anbauen), das andererseits aber auch die geeigneten Anbauflächen und Kleinklimata der Insel im Visier hat (in Haría besser Spinat anbauen, in Tinajo besser…….usw.). Auch der Einkauf von Samen gehört dazu, oder der Austausch von Samensorten mit anderen Inseln. Zum Einsatz kommt z.B. auch Samen der deutschen Firma Hild.


Ob sich ein Betrieb ökologisch nennen darf, hängt von vielen Faktoren ab. Da ist einmal die –meist manuelle -  Bodenaufbereitung: es darf hierbei kein Wasser aus Kläranlagen verwendet werden. Der verwendete Samen muss aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen. Die Pflanzenschutzmittel müssen zugelassen sein, Schwefel beispielsweise und Kaliseife, aber auch Niemöl, ein Extrakt aus der Frucht des Niembaumes, der insektizid wirkt. Als Dünger dient hauptsächlich Kompost, der hier aus einer Mischung aus Trester, Mist und Grünschnitt hergestellt wird. „Alle diese Komponenten machen das Gemüse natürlich nicht unbedingt billiger, aber wer meint, all dies würde sein Budget überschreiten, sollte bedenken, dass seine Leber weniger Gifte zu verarbeiten hat und man im anderen Fall eventuell schwer mit seiner Gesundheit bezahlt. Und das kommt allemal teurer“, meint Guttenberger.


Welchen Bedarf kann man denn abdecken, wollen wir wissen. „La Tanganilla verfügt über sehr viel mehr Land als zurzeit bebaut wird. Wir können also sehr viel mehr produzieren als wir es gerade tun. Es ist aber auch klar, dass sich nicht alle unsere Produkte leisten können. Wir glauben, dass wir den Bedarf an ökologischen Lebensmitteln, auch wenn er noch stark wächst, voll abdecken können.“ 

(12/06 N°5)



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