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Wissenswertes

Aus dem Alltag von Konsul Christian Haucke
Angewiesen auf ein Netzwerk



Konsul Peter Christian Haucke liebt das Klima der kanarischen Inseln


(04/08 N°21) Peter Christian Haucke ist seit August 2007 Konsul am Konsulat in Las Palmas de Gran Canaria. Der 61-jährige ist im Rahmen seiner Arbeit viel herumgekommen, hat in Island, Malta, Bangui, New York, Ankara, Tirana, Algier, Palma de Mallorca und Doha Dienst getan, bevor er auf die kanarischen Inseln kam. Für Lanzarote37º hat Diogenes von der Töss ihn anlässlich eines Arbeitsbesuches auf Lanzarote befragt.


Herr Haucke, Sie sind im vergangenen Sommer als neuer Konsul nach Las Palmas gekommen. Welche Ziele haben Sie sich für die Arbeit auf den kanarischen Inseln gesetzt?

Hauke:
Primäres Ziel ist es natürlich, den konsularischen Job so gut wie möglich zu machen. Wir verstehen uns als ein Bindeglied zwischen den Deutschen, die hier leben oder Urlaub machen und den hiesigen Institutionen. Daraus ergibt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben.
Ich sehe Herausforderungen im kulturellen Bereich und möchte auch der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Kulturelle Veranstaltungen verbinden die Menschen und können Brücken schlagen.
Dadurch, dass wir auf mehreren Inseln präsent sein müssen, ist unsere Arbeit allerdings etwas schwieriger und zeitaufwendig.
Wir werden rund 2000 Mal im Monat kontaktiert, durch Anrufe, persönliche Besuche im Konsulat oder durch e-Mails. Um möglichst vielen Menschen helfen zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Daher möchten wir auf den einzelnen Inseln Interessengemeinschaften ins Leben rufen, die in Problemsituationen mithelfen können.
2001 wurde auf Teneriffa ein Berufskonsulat geschlossen – im Zuge einer Gesamtmaßnahme des auswärtigen Amtes. Für die Kanaren ist das Auswärtige Amt zu der Überzeugung gelangt, dass ein Berufskonsulat ausreicht. Man darf dabei nicht vergessen, dass andere groβe Nationen wie Frankreich auf den Kanarischen Inseln gar kein Berufskonsulat unterhalten.

Um wie viele deutsche Mitbürger kümmert sich das Konsulat in Las Palmas?
Hauke:
Wir schätzen, dass zwischen 60 000 und 80 000 Deutsche auf den Inseln leben und im vergangenen Jahr 2,8 Millionen deutsche Touristen die Kanaren besucht haben. Daher ist es für uns wichtig, jetzt einen sehr engagierten Honorarkonsul auf Teneriffa zu haben, der uns viel Arbeit abnimmt. Außerdem beschäftigen wir einen Honorarkonsul auf La Palma. Damit ist ein Ersatz geschaffen worden für das dort geschlossene Berufskonsulat.

Interessengemeinschaften vor Ort sollen Ihre Arbeit unterstützen? Was genau ist darunter zu verstehen?
Hauke:
Häufig reicht eine telefonische Auskunft nicht aus, um ein Problem zu lösen. Wir wollen uns selbstverständlich nicht irgendeiner Verantwortung entziehen, aber oftmals ist es uns allein schon physisch nicht möglich, überall vor Ort zu sein und Hilfe zu leisten. Hier kommen die Interessengemeinschaften, Gruppen ehrenamtlicher Experten, ins Spiel, die ihren Mitmenschen oft schneller und besser bei diversen Problemen helfen können.

Bei 2000 Anfragen pro Monat, wird da wirklich in jedem Fall  das Konsulat gebraucht?
Hauke:
Nein. Oft würde zum Beispiel schon ein vorheriger Blick auf unsere Webseite ausreichen, um Fragen zu klären. Allerdings verstehen wir uns als ein Dienstleistungsunternehmen; deshalb sollte sich niemand scheuen, uns zu kontaktieren, wenn er ein Problem nicht lösen kann.
Für echte Notsituationen haben wir innerhalb des Konsulates Experten. Hilfestellung zu geben ist eine grundsätzliche Aufgabe.
Die Probleme der Deutschen auf den Inseln sind vielfältig. Wir wollen, auch mit Hilfe der angesprochenen Interessengemeinschaften, ein Netzwerk schaffen und sind gegenwärtig dabei, solche aufzubauen.
Während meiner Tätigkeit in Palma de Mallorca hat sich ein solches Netzwerk fest etabliert und gute Arbeit geleistet. Innerhalb dieses Netzes gab es dann ehrenamtliche Experten, die die Landessprache beherrschen, Land und Leute kennen. Zum Beispiel betreute jemand Deutsche im Krankenhaus, ein anderer übernahm Verhandlungen mit Behörden. Selbst wenn wir auf Teneriffa noch ein Berufskonsulat hätten, wären wir auf solche Netzwerke und die ehrenamtlichen Helfer angewiesen.

Können Sie Ihre Arbeit auf den Balearen mit jener hier auf den kanarischen Inseln vergleichen?
Hauke:
Ich war schon an vielen Auslandsdienstorten, aber ich habe nirgendwo ein solch ideales Klima erlebt wie hier, verbunden mit der faszinierenden Landschaft.
Die Struktur ist der auf den Balearen sehr ähnlich, die Mischung aus Touristen und Residenten ist vergleichbar. Und auch die grundsätzlichen Problemstellungen: Viele Menschen sind zu einer Zeit auf die Inseln gekommen, in der es für sie, subjektiv gesehen, günstiger war, diesen Schritt zu tun. Sie hatten Freunde, waren jünger und flexibler, hatten immer noch Kontakte nach Deutschland und waren insgesamt finanziell besser gestellt. Aber man wird älter, gebrechlicher, stellt fest, dass die Kontakte nach Deutschland und auch in der Nachbarschaft weniger werden oder langsam abbrechen. Freunde sterben oder ziehen um, vielleicht hat man es versäumt, die Landessprache vernünftig zu erlernen. All dies kann dann zu einer Vereinsamung oder Verschlechterung der grundsätzlichen Lage führen.

Sollte solchen Tendenzen nicht allein schon dadurch entgegengewirkt werden, dass man mehr Wert auf das Erlernen der Landessprache legt?
Hauke:
In Gesprächen und Vortragsveranstaltungen stellen wir natürlich heraus, dass es von entscheidender Bedeutung für den Einzelnen ist, sich zu integrieren. Dabei spielt die Kenntnis der Landessprache natürlich eine entscheidende Rolle.
Hier arbeiten die einzelnen Ayuntamientos gut mit. Auf allen Inseln werden Spanischkurse für Ausländer angeboten, diese Arbeit ist vorbildlich und unterstützenswert. Wenn ich die Gelegenheit habe, mit den Bürgermeistern und sozialen Helfern zu sprechen, dann bitte ich immer darum, diese Arbeit fortzusetzen oder zu intensivieren.

Sie selbst haben im Laufe Ihrer beruflichen Reise durch die Welt die jeweilige Landessprache immer gut beherrscht – wie war das beispielsweise auf Ihrer ersten Station, nämlich in Island?
Hauke:
Ja, ich habe auch isländisch gelernt, aber dazu gehört nicht viel; wer in der Schule Alt- und Mittelhochdeutsch gelernt hat, der kann auch Isländisch leicht verstehen. Ich habe arabisch gelernt, aber in diesem Falle eher aus Gründen der Höflichkeit, denn während der Arbeit dort wurde gröβtenteils Englisch gesprochen.

Aus welchem Grund entscheidet man sich für einen Beruf, der alle paar Jahre eine komplette Lebensumstellung mit sich bringt?
Hauke:
Vielleicht sind das die Gene meines Vaters, der Geschäftsmann war, bei jeder Gelegenheit gereist ist und viel Wert auf Sprachen gelegt hat. Aber insgesamt muss man wohl schon eine Neigung dafür besitzen, sich gerne an lokale Gegebenheiten anzupassen und immer wieder Neues zu erleben.

Was raten Sie den Deutschen, die sich überlegen, auf die kanarischen Inseln auszuwandern?

Hauke:
Ein Wechsel innerhalb Europas sollte ja eigentlich keine so großen Schwierigkeiten be­reiten. Aber es ist wichtig, sich vorher genau zu informieren. Viele machen sich ganz falsche Vorstellungen von einem Leben hier. Es ist nicht einfach, den richtigen Job zu finden. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man in eine Welt kommt, die nicht Deutsch spricht. Bevor man einen Schritt wagt, der später bereut oder bedauert wird, sollte man sich gut vorbereiten, Gespräche führen, gerne auch mit uns.

Was möchten Sie den Lesern von Lanzarote37° mit auf den Weg geben?
Hauke:
Wir in den Konsulaten sind „Universalisten“. Die Mitarbeiter setzen sich zusammen aus den örtlichen Vertretern und den „Entsandten“, die vier Jahre lang an einem Ort ihren Job machen und dann weiterziehen. Die Arbeit im auswärtigen Dienst ist eine schöne Arbeit und es gibt vermutlich keinen, der sich nicht voll und ganz damit identifiziert. Wir sind von Berufs wegen für die Menschen da. Niemand sollte zögern, zu uns zu kommen. Natürlich muss man auch selbst versuchen, seine Probleme anzugehen und zu lösen. Behilflich sein können dabei Informationen aus dem Internet, sowie Freunde und Bekannte, die schon länger auf den Inseln leben.

Die nächsten Konsularsprechtage sind am 29. und 30. April jeweils von 9.00–12.00 Uhr im Hotel Los Jameos Playa, Playa de Los Pocillos, Puerto del Carmen.

 

Mehr Informationen: bitte hier klicken.



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