D  english    espanol
deutschenglishespanol
Samstag, 19. Oktober 2019
  Anzeigen
 
Startseite
 
 
Lokales
Kurzmeldungen
Freizeit
Wissenswertes
Serie
Essen & Trinken
Gesundheit
 
 
Künstler sehen Lanzarote
Fotogalerie
Veranstaltungskalender
Kleinanzeigen
Immobilien
Ferienhäuser-/ Apartments
Stellenangebote/-gesuche
 
 
Branchenverzeichnis
Leserbriefe
Abonnements nicht möglich
Werbebanner
Impressum
Kontakt
Links
 
 
» Archiv
 
Archivsuche  
 
 
 
Lokales

Auf den Spuren lanzarotenischer Landwirtschaft (Teil 1)

Von: Judith Echartea, Übersetzung: K. Kunze


Urlaub Lanzarote, Kanarische Inseln, Haria, Landwirtschaft ,Traditionen, Bauern, Kanaren, Picon, Rofe, Ausflug, Tal Tausend Palmen, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
In und um Haria, im "Tal der Tausend Palmen" wird noch verhältnismäßig viel Landwirtschaft betrieben. Foto: Susanne Bernard

Kanaren, Haria, Tal tausend Palmen, Lanzarote, Ausflug, Norden, lanzarotenische Landwirtschaft, Produkte Kanaren, Urlaub, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
Auf Lanzarote werden traditionell Zwiebeln angebaut. Um die Oberflächenverdunstung einzuschränken, decken Lanzarotes Bauern ihre Felder mit einer dicken Schicht Lavaasche, genannt "rofe" oder "picon" ab. Foto: Susanne Bernard

Kanaren, Haria, Tal tausend Palmen, Lanzarote, Ausflug in den grünen Norden Lanzarotes, lanzarotenische Landwirtschaft, landwirtschaftliche Produkte der Kanaren, Urlaub Lanzarote, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
Einige Bauern arbeiten bei der Bestellung der Felder nach wie vor mit Eseln. Foto: Susanne Bernard

Kanaren, Haria, Tal der tausend Palmen, Ausflug in den Norden Lanzarotes, lanzarotenische Landwirtschaft, landwirtschaftliche Produkte der Kanaren, Urlaub, , Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
Der Esel zieht die "Tanganilla" ...

Urlaub Lanzarote, Kanaren, Haria, Tal der tausend Palmen, Lanzarote, Ausflug in den grünen Norden Lanzarotes, lanzarotenische Landwirtschaft, landwirtschaftliche Produkte der Kanaren, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
... oder den Pflug. Fotos: Susanne Bernard

Urlaub Lanzarote, Kanaren, Haria, Tal der tausend Palmen, Lanzarote, ausflug in den grünen Norden Lanzarotes, lanzarotenische Landwirtschaft, landwirtschaftliche Produkte der Kanaren, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
In La Geria schützen tiefe Picontrichter die Reben vor dem stetigen Passatwind. Foto: Bruno Hendriks

Urlaub Lanzarote, Kanaren, Haria, Tal der tausend Palmen, Lanzarote, Ausflug in den grünen Norden Lanzarotes, lanzarotenische Landwirtschaft, landwirtschaftliche Produkte der Kanaren,, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
Jede Weinrebe hat ihren eigenen Trichter. Foto: A. Jageneau

Urlaub Lanzarote, Kanaren, Haria, Tal der tausend Palmen, Lanzarote, Ausflug in den grünen Norden Lanzarotes, lanzarotenische Landwirtschaft, landwirtschaftliche Produkte der Kanaren, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
Ein Ziegenhirte mit seiner Herde. Foto: Susanne Bernard

Urlaub Lanzarote, Kanaren, Haria, Tal der tausend Palmen, Lanzarote, Ausflug in den grünen Norden Lanzarotes, lanzarotenische Landwirtschaft, landwirtschaftliche Produkte der Kanaren, Lanzarote37°, 37 Grad, 37°, deutsche Inselzeitung deutsches Inselmagazin, Spanien
Typisch kanarische Kartoffelsorten wie die "Papa Bonita", die "Papa Evaristo" oder die "Yema de huevo" unterscheiden sich ganz wesentlich von den Kartoffelsorten, die in Deutschland oder auf dem spanischen Festland bevorzugt werden.Foto: Susanne Bernard


(02/09 No.31) In den letzten Jahren konnte man einen alarmierenden Niedergang der lanzarotenischen Land- und Viehwirtschaft beobachten. Die Bauern – in ihrer Mehrzahl im fortgeschrittenen Alter – geben die Bodenbewirtschaftung mehr und mehr auf und beklagen sich permanent über die Bedingungen, unter denen sie arbeiten und über den lächerlichen Preis, den sie für ihre Ernte erhalten. Auf der anderen Seite wächst die ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft, der sich bisher zwar nur ein paar wenige Bauern verschrieben haben, deren Durchschnittsalter dafür aber bedeutend geringer ist. Das Thema ist sehr komplex, und deshalb wollte Lanzarote37° es ganz genau wissen, und hat an vorderster Front nachgeforscht, was seine Protagonisten hierzu zu sagen haben. Wir haben auch die Landwirtschaftsbeauftragte der Inselregierung um ihre Meinung gebeten, um zu erfahren, wie und ob man die lanzarotenische Landwirtschaft vor ihrem totalen Niedergang retten, ja vielleicht sogar wiederbeleben kann.

 

 


Alte Techniken und das Hoffen auf Regen



Wenn man über Lanzarote fliegt, ist das erste, was einem ins Auge fällt, die geometrisch perfekte Aufteilung der Landwirtschaftsflächen rund um die Vulkankegel. Das lässt einen sofort an die primitiven indigenen Kulturen Amerikas denken, deren geniale Schöpfer schon den Terrassenanbau nutzten. Diese Form der Bodenbewirtschaftung hatte damals eine ganz logische Erklärung: man wollte den Regen so gut wie möglich auffangen und nutzen, da man andere Bewässerungstechniken nicht kannte, und die primitiven Bewohner ansonsten auf „Wunder“ hoffen mussten, auf den göttlichen Regen, den sie mittels Zeremonien und Tänzen, die einem wohltätigen Gott geweiht waren, erwirken wollten.
Heute, im 21. Jahrhundert, finden wir diese uralten Techniken des Terrassenanbaus immer noch vor, und sie sind - wie eh und je - nützlich und praktikabel. Die Frage bleibt aber: Hat sich die Art und Weise der Bodenbewirtschaftung in diesen Breiten zu ihrem Vorteil weiter entwickelt?

Um die Antwort auf diese und viele andere Fragen aus erster Hand zu erhalten, haben wir einige Landwirte direkt befragt. Und zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass die bäuerliche Arbeit auf Lanzarote immer noch diesen Jahrtausende alten und beinah kunsthandwerklichen Anstrich hat, und die körperliche Anstrengung einen fundamentalen Anteil an ihr darstellt. Fast alles macht man noch „im Schweiße seines Angesichts“. Und es ist wirklich fast alles, denn trotz der beträchtlichen Größe der Fincas nutzt man den Pflug und das Maultier nur sehr selten, um die Furchen vorzubereiten, wo später dann der Same mit der Hand abgelegt wird.

Es ist kurz nach sechs, an irgendeinem Morgen auf den Feldern im Municipio von San Bartolomé. Schon von ferne sehen wir, dass auf den Feldern gearbeitet wird, die Körper der Bauern sich ununterbrochen bücken und wieder aufrichten, den Blick fest auf die Ackerfurche gerichtet. Als wir noch näher kommen, sehen wir, dass sie nur einen Rechen dabei haben, eine Hacke, ihre geschickten Hände und die übliche Kleidung: Hose, ein Hemd mit kurzen Ärmeln, Sombrero und die nicht wegzudenkende Leibbinde, die die Bewegungen der Wirbelsäule beim Bücken und Wiederaufrichten stabilisiert.

Wir sind stehen geblieben und noch ganz vertieft im Betrachten dieser ununterbrochenen Tätigkeit, als ein Bauer uns wahrnimmt und etwas argwöhnisch anraunzt:  Qué pasa…?

Nach und nach, mit viel Fingerspitzengefühl und der Absicht, ihre Arbeit nicht zu stören, versuchen wir, unsere Anwesenheit zu erklären.



Die Scholle und die gute Frau



Der Bauer heißt Marcial, ist 75 Jahre alt, hat eine gesunde Gesichtsfarbe, etwas rötlich und verschwitzt von der Arbeit, die er verrichtet, antwortet mit kurzen Sätzen, ohne seinen Blick vom Boden zu erheben, nur manchmal wirft er uns einen kaum wahrnehmbaren Blick von der Seite zu. Nach einigen Minuten, und sicherlich aufgrund unserer Beharrlichkeit, entscheidet er sich, seine Arbeit zu unterbrechen und sich uns zu nähern, um dem Gespräch ein Ende zu machen. Glücklicherweise gelingt es uns, sein Vertrauen zu gewinnen, und er beginnt, uns von seinen Erfahrungen in der Landwirtschaft zu erzählen.

Marcial hatte, wie viele Menschen seiner Generation, nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Schon ganz früh begann er, mit seinem Vater auf dem Feld zu arbeiten, um mitzuhelfen, die Familie zu ernähren. Etwas, das sich bis heute nicht verändert hat. Er heiratete sehr früh. „Es war das, was ich hatte“, murmelt er nachdenklich. Zweimal wurde er Witwer, hat drei Kinder und teilt heute sein Leben mit einer „guten Frau“, wie er uns sagt.
Er produziert nur noch Weintrauben, Süßkartoffeln und Kartoffeln für den Verkauf und „von allem ein bisschen für den Kochtopf“, fügt er hinzu. Die Art und Weise, den Boden zu bestellen, hat sich in seinem Verständnis in keiner Weise geändert, nur etwas sehr Essentielles ist anders: Das Bewässerungssystem, das jetzt auch auf seinem Boden verlegt ist. Segensreiches Wasser anstelle der so gut wie nicht existenten Regenfälle auf Lanzarote, die nach Marcial nicht ausreichend sind: „Die Landwirtschaft würde auf Lanzarote nicht funktionieren, wenn man nur auf den Regen angewiesen wäre“.  Da wir schon ein wenig vertrauter sind, sprechen wir nun über Gewinn und Verlust, und wieder sind wir überrascht. Unser Gesprächspartner lebt, oder besser, überlebt, von seiner Arbeit, von der Landwirtschaft, vom Anbau auf seinen Feldern. Seine jetzige Lebensgefährtin, Manuela, hat ihr Leben auch der Arbeit auf dem Feld gewidmet, in ihrem Fall: den Ziegen. Ihr Leben ist gekennzeichnet  von Opfern, von mühseliger Arbeit von morgens bis abends. Beide teilen aber ihre Liebe zum Ackerbau.

An dieser Stelle des Gesprächs geht unser ursprüngliches Ziel verloren, denn wir kommen auf ihr Leben als Paar zu sprechen, denn in dem verschmitzten Blick unseres Interviewpartners kommt eine wahre und erwachsene Liebesgeschichte zum Durchschein, das Ergebnis eines späten Zusammentreffens von zwei Leben, die durch den Tod des jeweiligen Partners gekennzeichnet sind. Als sie sich begegneten, waren sie beide allein, nach überwundener Trauer, mit schon  erwachsenen Kindern, die verheiratet und geübt waren, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.  

Nach so viel Privatem entscheidet unser Gesprächspartner, keine weiteren Einzelheiten mehr preiszugeben und meint lakonisch: “Fragt sie, wenn ihr was wissen wollt!“. Also lassen wir von unserem romantisierenden Vorhaben ab und konzentrieren uns wieder auf unser anfängliches Gesprächsthema.



Bezahlung in Gutscheinen



Das Gros seiner Produktion stellen Trauben und Süßkartoffeln dar. Der Weinbau muss auf eine ganz besondere Weise in dieser Region realisiert werden. Soweit das Auge blickt, sieht man die typischen „Zocos“, runde Mauerwerke, in deren Mitte eine Pflanze wächst, deren Wurzeln bis zu fünf Meter in die Erde dringen können. Diese Anbaumethode findet man in fast allen landwirtschaftlichen Zonen, ganz besonders  in „La Geria“, wo sie besonders häufig anzutreffen, ja geradezu charakteristisch ist. Man kultiviert verschiedene Traubensorten, unter anderen die Malvasía, eine Traube, deren Wein die Bezeichnung „Denominación de origen“ tragen darf.

Die erwähnte Anbaumethode macht die Ernte schwierig, denn um die Früchte zu ernten, muss man in den Zoco hineingehen,  die Reben aus der Hocke heraus abschneiden, sie in Tüten deponieren, eine erste Auslese vornehmen und sie dann in Plastikkörbe legen.

Marcial erklärt uns, dass er die Trauben direkt an eine  Bodega liefert, die auf nationalem Niveau anerkannt ist. Dort holt er auch vorher die Körbe ab. Wenn die Ware gewogen ist, wird der Preis mit einem Gutschein abgegolten und das Geschäft mit einem Handschlag besiegelt. Dieser Gutschein – und Marcial zeigt uns alle, die er besitzt - kann aber erst  eingelöst werden, wenn die Bodega das anordnet, und der letzte, den er kassieren konnte, trägt ein Datum von vor vier Jahren.

Dennoch hat dieser 75jährige Bauer, der weder lesen noch schreiben kann, dessen Leben nur aus Arbeit besteht, seine Lust an der Arbeit und seine bewundernswerte Energie nicht verloren, die sich denn auch hin und wieder Bahn bricht. Marcial beklagt die Situation, sein Gutscheingeld, das er für seine Arbeit erhält, ob es nun Trauben, Kartoffeln oder Süßkartoffeln sind, und das weit entfernt von dem ist, was er bezahlen muss, wenn er in einen Supermercado geht, um dort seine eigene Ware zu erstehen – fünf Mal so viel.  Dennoch wird seine Klage nie ausfallend, wie man es eigentlich erwarten könnte, und das aus dem einfachen Grunde, wie Marcial vor sich hin räsoniert, weil „das so ist, immer so gewesen ist, und niemand es ändern wird…schau doch mal, was Dimas versucht hat und wie es ihm jetzt geht…“

 

 

Alleingang eines Politikers



Er zitiert Dimas Martin, Gründer der PIL (Partido de Independientes de Lanzarote), zwischen 1991 und 1994 Geschäftsführer vom Complejo Agro-Industrial von Teguise. Besagter Politiker hat am 19. Dezember vergangenen Jahres  den „dritten Grad“ zugesprochen bekommen - das bedeutet den Freigängerstatus für einen Häftling - , den er immer wieder beantragt hatte, und der ihm nun erlaubt, den Rest seiner Haftstrafe größtenteils außerhalb der Gefängnismauern zu verbringen. Ende Dezember 2004 hatte ihn der höchste kanarische Gerichtshof wegen verschiedener Delikte, unter anderen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder, zu einer Gesamtstrafe von acht Jahren Gefängnis und fünfzehn Jahren Berufsverbot verurteilt. Eine Strafe, die er aufgrund juristischer Winkelzüge erst zwei Jahre später antreten mußte. Die besagten veruntreuten Gelder, die teilweise aus europäischen Landwirtschaftsfonds kamen, hatte Martin für andere Aktivitäten benutzt, die er damals für angemessen hielt (Kasten S. 6).

Trotz dieser ganzen Strafen und trotz seines Aufenthaltes im Gefängnis führte Dimas seine Partei auch hinter Gittern weiterhin an. Die nächste Generation ist auch schon angetreten, weil heute sein Sohn Fabian seinen Platz besetzt und gleichzeitig Vizepräsident des Cabildos von Lanzarote ist. Sein anderer Sohn, José, ist Bürgermeister von Teguise, das Amt, mit dem die politische Karriere seines Vaters einst begann. Dieser wurde noch zum Inselpräsidenten ausgerufen, als schon allgemein bekannt war, dass sein Einzug ins Gefängnis als einzig mögliche Antwort auf das Geschehene kurz bevor stand.

Es bleiben natürlich noch eine Menge Fragen und Vermutungen unbeantwortet: Warum wählen immer noch soviele Leute die Partei von Dimas Martín? Welche Beziehung hatte der Politiker, der die Geschicke des Complejo Agro-Industrial  leitete, mit der landwirtschaftlichen Genossenschaft Lanzarotes, dass diese nicht einmal mehr über andere Formen genossenschaftlicher Produktionsweise sprechen will, geschweige denn die Art und Weise, ihre Produkte zu verkaufen, so ändern will, dass die Preise einen gerechten Lohn für ihre Arbeit widergespiegeln? Welche Zukunftsperspektive hat die Anwendung neuer Techniken hier auf Lanzarote? Wie kann man jüngere Leute dazu bringen, wieder in die Landwirtschaft zu gehen, und  wie kann dieser  fundamentale Wirtschaftszweig vor dem Aussterben bewahrt werden? Gibt es eine glaubwürdige politische Intention, die Interessen der Bauern zu schützen? Und was geschieht in dieser Hinsicht?

Um die offizielle Version und den aktuellen Zustand des Primärsektors auf Lanzarote aus erster Hand erklärt zu bekommen, begeben wir uns auf die „Granja“ des Cabildos, um die Verantwortliche für diesen Sektor, Nereida Pérez González, zu interviewen.

Es ist Freitag, 8:30 Uhr. Pérez González, die Beauftragte für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, gerade mal anderthalb Jahre im Amt, erwartet uns in ihrem Büro der Granja Agrícola-Ganadera (Granja: Farm; Agricola: Agrar-, Ganadera: Viehzucht-).

Nereida Pérez González empfängt uns sehr höflich, begrüßt uns mit einem herzlichen Händedruck und beginnt sofort, ihre Interpretation der Realität darzulegen. Wir sehen uns einer jungen Frau gegenüber, vital, voller Energie, mit klaren Ideen, ohne Furcht, ihre Meinung über alle möglichen Themen auszusprechen. Das erleichtert uns die Aufgabe, vorausgesetzt, dass sie bereit ist, sich nicht ihrer Verantwortung zu entziehen oder auf verlorenem Posten zu kämpfen. Pérez González hat die feste Absicht, den Sektor zu entwickeln, auch wenn sich ihr deutliche Hindernisse in den Weg stellen, von denen einige noch von ihren Vorgängern selbst herrühren, andere aufgrund unterschiedlicher politischer Intentionen aufgeschoben wurden, um dann schlussendlich in Vergessenheit zu geraten.

Im nächsten Heft von Lanzarote 37° lesen Sie, was die Politikerin tun will oder kann, um den Berufsstand der Bauern auf dieser Insel zu erhalten, was es kosten wird, und ob ihre Ideen ausreichen werden, junge Männer und Frauen dazu zu bewegen, in der Landwirtschaft zu arbeiten, um so - nicht zuletzt - auch das typische Landschaftsbild dieser Insel zu erhalten.

 

 

In besagtem Urteil 523/2006 gegen Dimas Martín weist das höchste Gericht seine Revisionsbeschwerde Nr. 411/2005 mit folgender Begründung zurück:

1. Er sei verantwortlich für fortgesetzte Veruntreuung öffentlicher Gelder und wird deshalb zu sechs Jahren Gefängnis und absolutem Berufsverbot für 15 Jahre verurteilt.

2. Er habe das Finanzamt im Sinne eines Subventionsbetruges betrogen und erhält dafür ein Jahr Gefängnis und eine Strafe von 2.404.322,97 Euro.

3. Er habe die Seguridad Social (öffentliche Versicherung) betrogen und erhält dafür ein Jahr Gefängnis und eine Strafe von 955.982,96 Euro.

4. Er habe sich widerrechtlich  2.372.795,79 Euro angeeignet, die aus Geldern des Complejo Agroindustrial (EMANTSA: Empresa Municipal Agrícola de Teguise) stammten, und zusätzlich noch einmal 15.025,30 Euro.

 

 

 

(Diese Artikelserie hat eine Journalistin aus Uruguay, Judith Echartea, für uns geschrieben. Ihre teils sehr poetische, mit Südamerikanismen gespickte Sprache ins Deutsche zu übertragen, war nicht nur schwierig, sondern stellte uns auch vor die Frage, wie wohl ein so anders geratener Stil bei Ihnen als Leser ankommt. Schreiben Sie uns!)



<- Zurück zu: Archiv  

Lanzarote - Türen & Fenstr aus Aluminium oder PVC
Location Properties - Immobilienmaklerin Stephanie Lehrmann
Anwältin auf Lanzarote - Felicitas Hofacker Tel: 0034 - 630 79 11 56
La Mendoza - Immobilienmaklerin Angelika Oberländer
Restaurant La Puerta Verde - Sehr empfehlenswertes Restaurant im Norden der Insel
Villas Canarias - Immobilienmaklerin Eva Deible-Siegl
Service Team - Handwerks- & Dienstleistungsunternehmen auf Lanzarote
Immobilien auf Lanzarote - Intervalmarketing Klaus Piesch
Lanzarote Arzt -  Dr. Karl Kunze mit 24h Rufbereitschaft unter 0034-928 835 509
Computerberatung auf Lanzarote - Schulung, Kurse, Beratung und Hilfe
UNINEX - Büroservice, Behördengänge und Hilfe für Auswanderer - Andrea Lechtape
Iris Kienzle - Papierkram, Behördengänge, Beantragung NIE-Nummer, Residencia, etc
MANZATEC  - Solar- und Klimaanlagen - Sanitär - Installation - Instandhaltung - Umbau
Jon W. Olsen - Immobilienmakler in Playa Blanca
Deutsche Anwältin mit Sitz auf Lanzarote - Alice Baumann
WTU Canarias - Wir unterstützen Menschen, sich mit Hilfe von Körperarbeit, sowie gemeinschaftlichen und künstlerischen Aktivitäten - innerlich wie äußerlich - wieder aufzurichten.
Pflegedienst, ambulante Pflege, Urlaubspflege, Behandlungspflege und Tagesbetreuung auf Lanzarote
Men at Work - Thorsten Merkt - Fachbetrieb für Heizung und Sanitär sowie  Pool- und Solartechnik
Haría-Lanzarote-Markt-Mercadillo-artesanal-Kunsthandwerksmarkt
The Garden Lanzarote - Gartencenter / Gärtnerei in Tegoyo
Canarias Cosmetics - Aloe Vera Kosmetikprodukte aus Lanzarote
Lanzarote Immobilien - Ines Kampfer - IK-Immobilien in Costa Teguise - Tel: 0034 - 639 81 57 35
Umzüge-Internationale Transporte von und zu den Kanarischen Inseln
Lanzarote - Ferienapartments
Offizielle Tourismusseite Lanzarote - Alles für Ihren Urlaub auf Lanzarote
Ferienwohnungen - Ferienapartments - Villa la Vega Lanzarote

 
© conceptnet
  Startseite  |   Lokales  |  Kurzmeldungen  |  Freizeit  |  Wissenswertes  |  Serie  |  Essen & Trinken  |  Gesundheit  
  Künstler sehen Lanzarote  |  Fotogalerie  |  Veranstaltungskalender  |  Kleinanzeigen  |  Immobilien  |  Ferienhäuser-/ Apartments  |  Stellenangebote/-gesuche  
 Branchenverzeichnis | Leserbriefe | Abonnements nicht möglich | Werbebanner | Impressum | Kontakt | Links