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Dienstag, 15. Oktober 2019
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Wissenswertes, Gesundheit

Aloe vera:
Hausapotheke auf der Fensterbank

Von: Friederike Klinge (Text), A. Jageneau und S. Bernard (Fotos)


Aloe, Lanzarote, Heilpflanzen, Kanarische Inseln, Flora, Kanaren, Lanzarote37°, 37, grad, siebenunddreißig, deutsche Inselzeitung
Auf Lanzarote kann man die Aloe vera überall finden: Im Anbau für die kosmetische Verwendung oder als Zierpflanze in Parks und Gärten. Hier vor dem zeitgenössischen Museum, MIAC, in Arrecife. Foto: Lanzarote37°/Bernard

Aloe vera barbardensis, Famara, Heilpflanze, Lanzarote37°, 37, grad, siebenunddreißig grad, deutsche Inselzeitung
Die Aloe vera ist der Star unter den Heilpflanzen: Bisher kennt man rund 300 ihrer verschiedenen Inhaltsstoffe. Foto Lanzarote37°/Jageneau

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Aloe vera Feld auf Lanzarote. Foto Lanzarote37°/Jageneau

Aloin, Aloe vera Gel, Aloe-Creme, Aloecreme, Aloe-Mousse, Aloe schälen, Lanzarote37°, 37, grad, siebenunddreißig grad, deutsche Inselzeitung
Die Aloe vera barbardensis blüht gelb. Foto Lanzarote37°/Jageneau

Tintenfisch-Aloe, Aloe arborescens, Lanzarote37°, 37, grad, siebenunddreißig, deutsche Inselzeitung
Die Tintenfisch-Aloe oder Aloe arborescens blüht rot und ist nicht zu verwechseln mit der Aloe vera. Foto: Lanzarote37°/Bernard

Aloe vera, Gesichtsmaske, Lanzarote37°, 37, , siebenunddreißig grad, deutsche Inselzeitung
Das gelbe Harz Aloin in der Schale der Aloe vera ist für den Menschen in hohen Dosen giftig, wirkt stark abführend und schützt die Planze vor Fraßfeinden. Foto Lanzarote37°/Jageneau

Aloe Vera, Lanzarote37°, 37, grad, siebenunddreißig, deutsche Inselzeitung
Richtig praktisch und jederzeit einsatzbereit sind kleine, tiefgefrorene Würfel des natürlichen Aloe-Gels oder tiefgefrorene Würfel aus Aloe-Mousse. Foto Lanzarote37°/Jageneau

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Hierzu schälen Sie eine Seite eines Aloe-Blatts mit dem Spargel-Schäler und...Foto Lanzarote37°/Jageneau

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...lösen dann das Gel-Filet mit einem scharfen Messer von der anderen Blatthälfte. Nochmals waschen, damit sich keine bitteren Aloine mehr auf dem Filetstück befinden. Foto Lanzarote37°/Jageneau

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Dann das Filet in beliebig große Scheiben schneiden und tiefgefrieren. Hilft gleich doppelt bei kleinen Verletzungen oder Mückenstichen, weil es kühlt und die Heilung fördert. Foto Lanzarote37°/Jageneau

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Wer die Filets moussiert und dann einfriert hat immer eine schnelle Gesichtsmaske zur Hand oder - einen Würfel in den Fruchtsaft gemixt - einen gesunden Fitmacher für den Tag. Foto Lanzarote37°/Jageneau

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Das Aloe vera Gel ist ein schneller Helfer zum Beispiel bei Sonnenbrand. Foto Lanzarote37°/Jageneau

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Eine kleine Aloe vera Pflanze - praktisch verpackt zum Mitnehmen. Foto Lanzarote37°/Jageneau


An der Straße, die nach Caleta de Famara an der Nord-West-Küste Lanzarotes führt, liegen Aloe vera Felder. Fast täglich fahre ich an der Plantage vorbei. Und nur selten habe ich dort jemanden arbeiten sehen. Aber heute habe ich Glück. Jaime Ródenas ist sehr freundlich und hat Zeit und Lust, mir alles über seine Plantage zu erzählen.


„Ich bin gerade dabei, die Blüten abzuschneiden“, erzählt Jaime, während er in aller Ruhe weiterarbeitet. „Die mehrere Jahre alten Exemplare blühen in der Regel zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst. Ich schneide die Blütenstände ab, weil sie der Pflanze zu viel Energie rauben. Wichtig ist, dass man abwartet, bis die Blüten voll ausgebildet sind. Wenn man sie zu früh abschneidet, macht die Pflanze einfach neue. Dann wäre ich hier nur noch mit Blütenschneiden beschäftigt“, schmunzelt Jaime und reicht mir eine Blüte, damit ich den süßen Nektar aussaugen kann. Köstlich!
Auf über acht Hektar Ackerland baut Jaime seit vielen Jahren die „wahre“ Aloe – Aloe vera – an. Mit botanischem Namen heißt sie Aloe vera barbadensis Miller, weil sie von einem gewissen Herrn Miller seinerzeit auf der Karibikinsel Barbados beschrieben wurde. Der Name Aloe vera lässt sich folgendermaßen erklären: Aloe entspricht dem arabischen „alloeh“, was „glänzende bittere Substanz“ bedeutet und sich auf das Mark im Innern der Blätter bezieht. „Vera“ ist lateinisch und heißt „wahr“ – die Aloe vera wird unter mehr als 300 Aloe Arten als die „Wahre“, als diejenige mit größter Heilwirkung angesehen. Sie ist auch bekannt unter dem Namen Wüstenlilie.
Auf Jaimes Plantage ist die Aloe in mustergültigen Reihen gepflanzt. Er kniet sich hin, um mir die einzelnen Teile der Pflanze genauer zu zeigen. Die Aloe vera ist eine sukkulente (lat.: saftig, fleischig) Pflanze. Vom gestauchten Stamm, den man bei älteren Exemplaren gut sehen kann, gehen dicht am Boden rosettenförmig stiellose, dicke Blätter ab. Die Blätter sind 40 bis 60 Zentimeter lang, fünf bis sieben Zentimeter breit und haben einen „bewehrten“, will heißen stacheligen Blattrand. Jaime schneidet ein Blatt ab, um dessen Struktur zu erörtern. Das Blatt besteht aus drei Schichten, die jeweils spezifische Inhaltsstoffe enthalten. Die grüne, bei Wassermangel rötliche Außenhaut schützt die Pflanze vor dem Austrocknen. Das darunter liegende gelbe, saftige Harz enthält unter anderem bitter schmeckende Aloine, die die Pflanze vor Tierfraß schützen. Aloin hat stark abführende Wirkung. Das Innere des Blatts ist der eigentliche Feuchtigkeitsspeicher. Es besteht aus einer gallertartigen Masse mit einem Wasseranteil von 96 Prozent. Dies ist das Gel, das für medizinische und kosmetische Zwecke und als Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird. „Für die Weiterverarbeitung ernte ich nur Blätter von Pflanzen, die mindestens vier Jahre alt sind. Erst dann sind die nützlichen Inhaltsstoffe ausgereift“, erklärt Jaime.

 

Herkunft
Jaimes Aloe Plantage ist nicht die einzige hier auf  Lanzarote. Auch auf Fuerteventura und den anderen Kanarischen Inseln gibt es Anpflanzungen. In der Literatur findet man sogar Hinweise, dass die Aloe von den Kanaren stamme, was aber nicht beweisbar ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt die Herkunft der Aloe vera barbadensis Miller in Nord-Afrika und im südlichen Mittelmeerraum. Die ersten schriftlichen Zeugnisse von der Heilkraft der Aloe vera liefern mehr als 4000 Jahre alte sumerische Tontafeln, die in der Nähe der Stadt Nippur im Irak gefunden wurden. Detaillierte Angaben über mindestens zwölf medizinische Rezepturen finden sich in ägyptischen Papyrus-Rollen, die aus dem 16. Jahrhundert vor Christus stammen. Außerdem existieren zahlreiche römische, griechische, arabische, indische und chinesische historische Dokumente, die von der medizinischen und kosmetischen Kraft der Aloe vera berichten. Die alten Syrer zum Beispiel benutzten den Saft der Aloe vera als Verdauungsmittel. In der Bibel wird sie erwähnt, in vielen Kulturen wurde sie als heilig oder sogar göttlich verehrt, vielerorts hat man sie zur Einbalsamierung verwendet. Bereits Alexander der Große ließ Verletzungen der Soldaten mit Extrakten der Aloe vera behandeln, und auch Christoph Kolumbus führte mehr als 1800 Jahre später zu diesem Zweck Töpfe mit Aloe vera auf seinen Schiffen mit. In der frühen Neuzeit brachten die spanischen Eroberer die Pflanze in die Neue Welt, wo sie sich vor allem in der Karibik verbreitete. Im 17. Jahrhundert gab es einen europaweiten Einbruch im Gebrauch der Aloe vera. Man war von der heilenden Wirkung nicht mehr so recht überzeugt. Schuld daran waren die langen Transportwege, auf denen die Aloe tatsächlich viele ihrer guten Eigenschaften eingebüßt hatte, denn das abgeschnittene Blatt oxydiert schnell an der Luft, wobei die meisten der heilkräftigen Wirkstoffe verloren gehen. Erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie wieder vermehrt eingesetzt: Amerikanische Ärzte benutzten Aloe-Paste, um Verbrennungen, die durch Röntgenstrahlen hervorgerufen worden waren, zu behandeln. In den Fünfziger Jahren entdeckte der texanische Apotheker Bill C. Coates eine Methode zur Konservierung des Gels. Damit konnte das Gel mit all seinen guten Eigenschaften haltbar gemacht und in alle Teile der Welt verschickt werden.

 

Anbau
Die Echte Aloe wird heute in vielen Ländern Afrikas, Europas und Amerikas in großen, teilweise kontrolliert biologisch arbeitenden Plantagen angebaut.
Auch Jaime Ródenas baut nach ökologischen Gesichtspunkten an. Seit 2004 ist seine Plantage mit dem CRAE, dem kanarischen Ökosiegel, ausgezeichnet. Die Aloe vera Pflanzen stehen in einem Abstand von etwa einem Meter, damit jede für sich genug Platz hat. Dazwischen wächst alles Mögliche. „Ab und zu muss ich schon ein bisschen Umkraut jäten“, sagt Jaime, „aber das meiste lass ich dann eh liegen, weil es beim Verwittern den Boden wieder mit Nährstoffen versorgt.“ Um uns herum schwirren viele Insekten, ich sehe zahlreiche Käfer, Wespen und anderes Kleingetier. Klar, dass die sich hier alle wohl fühlen, es gibt reichlich Nahrungsangebot, und die Bestäubung passiert so quasi von selbst. „Vor ein paar Jahren hatte ich mal eine Schneckenplage“, erzählt Jaime weiter. „Die Bauern im Umfeld haben gleich angefangen, Insektenvernichter zu spritzen, aber ich habe erstmal abgewartet. Nicht lange, und es kam jeden Abend eine ganze Kolonie von Reihern. Die haben die Schnecken gefressen, und schon war das Problem erledigt.“ Jaime verschränkt die Arme vor der Brust und lächelt. Er ist sichtlich überzeugt von seiner Anbaumethode. Klar, man braucht Geduld, aber die hat er augenscheinlich. 
Zwischen den Aloe-Reihen sind schwarze Schläuche verlegt: Das Bewässerungssystem. „Die Aloe braucht nur wenig Wasser. Trotzdem bewässere ich, zumindest ein bisschen. Ich habe die Felder in Sektoren eingeteilt und öffne den Wasserhahn alle zwei Wochen für ein Stündchen. Jede Pflanze bekommt dann so vier bis fünf Liter. Im Sommer etwas mehr, dann ist  es hier so trocken. Dafür im Winter weniger.“
Jaime hat immer etwas zu tun. Unkrautjäten, Blütenstände und vertrocknete Blätter abschneiden, Ernten. „Meine tägliche Arbeit besteht hauptsächlich darin, dass ich Ableger abnehme, verpacke und vertriebsfertig mache“, beschreibt Jaime seine Arbeit. „Die Ableger werden auf Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria als Souvenirs verkauft. Ist doch toll, jeder kann sich eine kleine Aloe mit nach Hause nehmen. Da wächst und gedeiht sie dann, und man hat seine kleine Hausapotheke direkt auf der Fensterbank.“
Zweimal im Jahr werden von den älteren Pflanzen bis zu vier große Blätter abgeschnitten. Aus diesen wird dann das wertvolle Gel gewonnen. „Ein Teil der Ernte wird zu Kosmetikprodukten meiner eigenen Linie „Aloeland“ verarbeitet. Die Linie ist noch ganz neu, bisher gibt es erst das Gel. Für die Körperlotion bin ich noch am experimentieren“, sagt Jaime, während er mir zwei handbeschriftete Cremetöpfe unter die Nase hält. Ich muss riechen und meine Meinung abgeben: in der einen Creme ist zuviel Parfüm, aber die andere fühlt sich phantastisch auf der Haut an. „An die Firma Aloessens in Puerto del Carmen verkaufe ich den anderen Teil meiner Blätter. Aloessens produziert in Puerto del Carmen verschiedene Kosmetikprodukte.“
Inzwischen bin ich so neugierig geworden, dass ich Jaime direkt um die Telefonnummer von Aloessens bitte, um einen Besuchstermin zu vereinbaren. Ein kurzer Anruf und: Kein Problem, der Chemiker ist da, und ich kann gleich vorbeikommen.

 

Der Star unter den Heilpflanzen
Die Aloe vera hat in den 80er und 90er Jahren einen regelrechten Boom erlebt – heute gilt sie wieder als Star unter den Heilpflanzen. Lange Zeit waren ihre medizinischen und kosmetischen Eigenschaften in Vergessenheit geraten, doch im Zuge der Wiederbesinnung auf alternative Heilmethoden wurde die Aloe immer gefragter.
Insgesamt sind derzeit rund 300 verschiedene Inhaltsstoffe bekannt. Einer der Hauptwirkstoffe des Gels ist das langkettige Polysacharid Acemannan, ein Vielfachzucker, der die Widerstandskraft der Zellmembran gegen Bakterien und Viren stärkt. Daneben finden sich weitere Polysaccharide, Anthraquinone, Mineralstoffe, unter anderem Calcium, Phosphor, Kalium, Eisen, Natrium, Mangan, Magnesium, Kupfer, Chrom, Zink und 15 Enzyme. Das Enzym Bradykinase zum Beispiel vermindert Entzündungen und lindert Schmerzen. Des Weiteren finden sich Saponine – Kohlehydrate mit reinigender und antiseptischer Wirkung – 21 Aminosäuren und essentielle Fettsäuren. Auch viele Vitamine sind vorhanden, unter anderem A, C, E, B 1, B2, B12.
Bei so vielen Inhaltsstoffen ist die Anwendungspalette breit. Äußerlich angewandt, hilft das aus dem Mark der Blätter stammende Gel bei vielen kleinen Leiden des täglichen Lebens wie Insektenstichen, Brand- und Schnittwunden und Hautausschlägen. Sogar für empfindliche Haut, die zu Neurodermitis und Entzündungen oder Irritationen neigt, wird Aloe vera empfohlen. Im Prinzip ist das Gel hilfreich bei fast jeder Art von Hautproblemen, es sei denn, man ist gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch. Sportler verwenden das Gel, um Verstauchungen, Zerrungen und Sehnenentzündungen zu kurieren. Kosmetische Produkte aus Aloe vera wirken hautberuhigend, feuchtigkeitsspendend und regulierend, regenerierend, pflegend und schützend, abschwellend, entzündungshemmend und wundheilend.
Innerlich angewendet, soll die Aloe vera angeblich nicht nur die physiologischen Funktionen des Organismus, sondern auch die körpereigenen Abwehrkräfte enorm steigern.

 

Verarbeitung
Anbau und Verarbeitung der Aloe vera haben sich in den letzten 20 Jahren auf den Kanarischen Inseln zu einem florierenden Wirtschaftszweig entwickelt. Das große Plus der kanarischen Aloe-Produktion ist, dass das Gel aus den Blättern schon kurz nach der Ernte weiterverarbeitet werden kann und so mehr Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Eine der zahlreichen Firmen ist Aloessens in Puerto del Carmen. Der Chemiker Javier Rey erklärt mir diesen Vorteil etwas genauer: „Nach der Ernte oxidiert das Gel sehr schnell. Dabei bauen sich wichtige Inhaltsstoffe ab oder verwandeln sich in Essigsäure. Wenn Jaime am Morgen die Blätter schneidet und uns noch im Laufe des Vormittags seine Ernte liefert, können wir gegen Mittag mit der Produktion beginnen, und am Nachmittag ist das fertige Kosmetikprodukt in Flaschen abgefüllt. Das ist ein unschlagbarer Vorteil für die Qualität.“
Javier und seine Kollegin Eva Lopez zeigen mir das Labor. Leider werden im Moment keine Blätter verarbeitet, aber sie erklären mir den Produktionsprozess in der Theorie. „Wenn die Blätter bei uns ankommen, waschen wir sie zunächst. Dann trennen wir das Mark heraus. Bisher haben wir das von Hand gemacht, aber seit kurzem besitzen wir eine spezielle Maschine, die das in Zukunft übernehmen wird“, sagt Eva, und Javier fährt fort: „Dann sieben wir das Mark, um die faserigen Bestandteile zurückzuhalten. Das Ergebnis ist ein sehr flüssiges Gel, eher ein Saft. Wir nehmen dann einen Teil des Wassers heraus, um eine höhere Konzentration zu erreichen. Das Resultat ist ein konzentrierter Aloe vera Saft, auf dessen Basis wir alle unserer Produkte herstellen.“ Javier lässt mich die verschiedenen Produkte probieren. Das Gel ist herrlich frisch auf der Haut. Ich spüre regelrecht, wie mein nicht vorhandener Sonnenbrand besser wird. „Ich benutze das Gel als Aftershave, super“, schwärmt Javier. Gecremt, geschmiert und bepackt mit Proben, verabschiede ich mich schließlich. Es ist schon ein gutes Gefühl, sich auf so natürliche Art und Weise zu pflegen.
Die Produkte von Aloessens sind auch mit dem CRAE, dem kanarischen Öko-Siegel, ausgezeichnet, denn sowohl der Anbau, als auch die Verarbeitung verlaufen streng nach ökologischen Maßstäben.
In vielen Aloe vera Produkten, die man heutzutage auf dem Markt findet, wird nicht das Mark der Blätter direkt verarbeitet, sondern Aloe vera Pulver. Viele Plantagen sind weit entfernt von den Produktionsstätten, und das Mark der Blätter würde auf den langen Transporten die meisten seiner guten Eigenschaften verlieren. So macht man aus dem Gel Pulver, das in seinem trockenen Zustand gut transportiert werden kann. Leider hat sich herausgestellt, dass der Trockenprozess des Marks und die Verarbeitung zu Pulver oder Konzentrat das therapeutische Potential der Aloe weitgehend vernichten.
Auch muss man beim Kauf auf Werbetricks achten, denn der auf den Etiketten angegebene Prozentsatz des reinen Pflanzenwirkstoffs trägt weder dem Verdünnungsfaktor noch der angewandten Konservierungstechnik Rechnung. Im Handel finden sich so Aloe-Produkte, die die Aufschrift 100 % Aloe vera tragen, obwohl sie nur eine ganz geringfügige Menge reinen Pulvers enthalten, das mit Wasser verdünnt wurde.
Wenn auf der Verpackung des Produkts unter „Inhaltsstoffe“ oder „Ingrediens“ Aloe vera als erster Bestandteil angegeben ist, dann kann man sicher sein, dass viel Aloe enthalten ist, denn die Inhaltsstoffe werden nach prozentualem Anteil sortiert angegeben.
Auf dem Nachhauseweg komme ich wieder an Jaimes Plantage vorbei. Schon immer hat mir der Blick über die Aloe vera Felder gefallen, aber jetzt gefällt er mir noch mehr. Die Aloe wird zu Recht als Königin der Wüste bezeichnet, ihre guten Eigenschaften – ihre Qualitäten – sind fast grenzenlos.
Ich werde mir eine Pflanze im Topf auf die Fensterbank stellen und mir das Gel in Zukunft zu Nutze machen: Gegen Sonnenbrand und Insektenstiche, bei Schnittwunden, als Gesichtsmaske, für den Magen, bei Sportverletzungen,…

 

Alle Fotos: Axel Jageneau

 

Systematik der Aloe vera
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Unterklasse: Lilienähnliche (Liliidae)
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Affodillgewächse
Art: Echte Aloe (Aloe vera barbadensis Miller)

 

Aufzucht und Pflege daheim
Die Aloe vera gedeiht gut in frostfreiem Klima. Sie benötigt einen hellen Standort. Man pflanzt sie in lockerer, sandiger Erde (Kakteenmischung). Wichtig ist guter Wasserablauf in den Pflanzgefäßen. Die Aloe braucht nur sehr wenig Wasser, man sollte die Erde austrocknen lassen, bevor wieder neu gegossen wird. Die Aloe vera ist Frost empfindlich, muss im Winter also auf jeden Fall ins Haus geholt werden.

 

Mucopolysaccharid Acemannan
Einer der Hauptwirkstoffe des Aloe-Gels ist das Mucopolysaccharid Acemannan. Ein langkettiger Zucker, der bis zur Pubertät im Körper gebildet wird. Danach muss er mit der Nahrung zugeführt werden. Er wird in alle Zellmembranen des gesamten Körpers eingelagert und bewirkt dort die Immunstärkung des ganzen Organismus gegen krankmachende Parasiten, Viren und Bakterien. Er ist Basis für alle verbindungsschaffenden Zellen, einschließlich der Haut, der Gefäßwände, der Sehnen, Gelenke, Knorpel und Bänder sowie für das Grundgerüst der Knochen. Acemannan sorgt für ausreichend Gelenkschmiere und kann Arthritis vorbeugen. Darüber hinaus hat es direkte Auswirkung auf die Zellen des Immunsystems, es aktiviert und stimuliert Makrophagen, Monozyten, Antikörper und T-Killerzellen, die allesamt für die Vernichtung und Abwehr von Fremdkörpern zuständig sind. Weil Acemannan alle Zellmembranen erreicht, kann es eine allumfassende Immunkräftigung bewirken, wodurch eine gesteigerte Entgiftung und Versorgung der Zellen in Gang gesetzt wird. Der verbesserte Stoffwechsel beeinflusst den ganzen Körper und hat eine enorme Energetisierung zur Folge.

 

Buch-Tipps
• „Aloe vera – Königin der Heilpflanzen“ von Alice Beringer, Heyne Verlag, ISBN-13: 978-3453136328
• „Aloe Vera – Das Geschenk der Natur“ an uns alle von John Finnegan und Reiner Schmid, Verlag Ernährung & Gesundheit, ISBN-13: 978-3927676107
• „Natürlich heilen und pflegen mit Aloe vera von Ulla Rahn-Huber“, Südwest-Verlag, ISBN-13: 978-3517069319
• „Aloe vera – Was die Pflanze wirklich kann“ von Jutta Oppermann und Michaela Krenz, Lebensbaum Verlag, ISBN-13: 978-3928430340
• „Aloe Vera - Die Heilkraft der Wüstenpflanze“ von Dr. Jürgen Weihofen und Birgit Gey-Kemper, Sanoform Verlag
• „Natürlich behandeln mit Aloe Vera“ von Marc Meintrup, Südwest Verlag, München

(05/08 N°22)

 

 

Kosmetik Rezepte mit Aloe vera:


Gesichtsmaske „Kleopatra“

    1 Aloe vera Blatt
    1 TL Honig
    2 EL Quark
Ein Stück eines Aloe-Blattes frisch abschneiden. Die ledrige Außenhaut mit dem Spargelschäler entfernen. Das Gel durch ein kleines Sieb drücken oder pürrieren. Danach zusammen mit Honig und Quark vorsichtig verrühren. Die Masse sofort auf Gesicht und Hals verteilen und nach etwa zehn Minuten wieder abwaschen.

 

Joghurt Gesichtsmaske zum Auffrischen der Haut
Mischen Sie folgende Substanzen zu einer Paste zusammen:
    2 EL Aloe vera
    2 EL Joghurt
    Saft von zwei Orangenscheiben
    etwas Fruchtfleisch von der Orange
Die fertige Mischung  auf Gesicht und Hals auftragen und etwa 5-10 Minuten einwirken lassen. Anschließend das Gesicht gründlich mit warmen Wasser reinigen.

 

Aloe - Gesichtspackung
    1/2 Avocado
    1 Eigelb
    1 EL Honig
Ein 6 cm langes Filetstück vom natürlichen Aloe-Gel.
Alles mit einem Schuss Mineralwasser mixen. Fertig ist die
Packung.

 

Aloe-Körperpackung
    100 g Heilerde (od. Totes Meer Schlamm)
    1 Filet von einem großen Aloe-Blatt
Moussieren Sie das Aloe vera Gel und rühren Sie es dann vorsichtig unter die Heilerde. Die Packung geben Sie auf die gereinigte Haut, besonders auf Problemzonen wie Bauch, Po oder Oberschenkel. Behandelte Körperpatien anschließend mit einem Handtuch umwickeln. Nach ca. einer halben Stunde, den Schlamm mit lauwarmem Wasser gründlich abspülen. Die Haut fühlt sich anschließend erfrischt, zart und geschmeidig an.

 

Körperlotion mit Aloe vera (Ölauszug)
    10 g frisches Aloe vera Blattgel,
    90 g kaltgepresstes Pflanzenöl
    1 bis 2 Tropfen ätherisches Öl (je nach Lust)
Das Gel durch ein feines Sieb drücken und mit dem Öl mischen. Im verschlossenen Glas 14 Tage lang lichtgeschützt aufbewahren. Ab und zu gut durchschütteln. Durch ein Mulltuch filtern und in eine dunkle Flasche füllen. Damit das Öl nicht ranzig wird, können Sie es mit etwas Vitamin E Acetat* stabilisieren.
Der Ölauszug ist ein ausgezeichnetes Massage- und Hautpflegemittel. Er dient als Sonnenschutz und lindert bei Sonnenbrand Hautrötungen.

*Vitamin E Acetat ist stabiler und hautverträglicher als natürliches Vitamin E und für die Cremeherstellung besser geeignet. 10ml kosten ca. 2,50 Euro; erhältlich in jeder Apotheke.

 

Aloe vera Sonnenbrandgel
    5-6 Zentimeter frisch filetiertes Aloe vera Gel oder Eiswürfel vom moussierten Gel

Einfach das frische Gel direkt auf der haut verreiben, oder die aus Aloe vera Mousse hergestellten Eiswürfel auf den verbrannten Stellen vergehen lassen.Vorgang mehrmals täglich wiederholen.

 

Aloe vera Sonnencreme "Sahara" (für Fortgeschrittene)

Geräte:
2 Bechergläser 100 ml, 1 Becherglas 400 ml für Wasserbad, Bunsenbrenner,, Cremedose, Dreibein ,Etikett ,Glasstab, Heizplatte, Holzspatel, Jogurthbecher, Keramiknetz, Klemme, Meßzylinder 25 ml, Mixer, Muffe, Siedesteine, Stativ, Thermometer, Waage

Chemikalien:
4 g Tegomuls
*. 10 ml Erdnußöl, 4 Tr. Vitamin-E-Acetat*, 1,5 g Cetylalkohol*, 3 ml Parsol*, 28 ml destilliertes Wasser, 9 Tr. Heliozimt*, 1 ml D-Panthenol* (in Glycerin), 9 Tropfen Aloe Vera, 4 Tropfen Parfümöl (z.B. Rosenöl oder je nach Geschmack)

Zubereitung:
Ein 400 ml Becherglas etwa zur Hälfte mit Wasser füllen und auf ein Dreibein mit Netz stellen. 100 ml Becherglas an einem Stativ befestigen, daß es in das Wasserbad eintaucht, ohne den Boden des Wasserbadbecherglases zu berühren.
4 gr Tegomuls, 10 ml Erdnußöl, 4 Tropfen Vitamin-E-Acetat, 1,5 gr Cetylalkohol und 3 ml Parsol abwiegen und alles in das 100 ml Becherglas im Wasserbad geben.
Diese Schmelze unter gelegentlichen Umrühren (Holzspatel verwenden) auf 60 bis 70°C erwärmen.
Dazu gleichzeitig 28 ml Wasser in einem 100 ml Becherglas ebenfalls auf 60 bis 70°C erwärmen. Diesem Wasser 9 Tropfen Heliozimt zugeben.
Das Becherglas mit der Fettschmelze aus dem Wasserbad nehmen und in einen Jogurthbecher füllen.
Dann mit dem Holzspatel die wäßrige Lösung in das Fettgemisch einrühren, bis eine vollkommen homogene Masse entstanden ist und die Creme erkaltet ist.
Nun der Reihe nach 1 ml (ca. 25 Tropfen) D-Panthenol (in Glycerin), 9 Tropfen Aloe vera und 4 Tropfen Parfümöl (z.B. Rosenöl) unterrühren.
Die Creme nach dem Erkalten mit dem Holzspatel in die Cremedose füllen.
Bitte achten Sie darauf, so steril wie möglich zu arbeiten. Diese Creme ist im Kühlschrank etwa 3 Monate haltbar.

 

*Tegomuls ist ein  Emulgator und wird normalerweise für Eiscremes oder Tortenböden verwendet. Es wird vor allem aus Palmfett gewonnen und zu geringeren Anteilen aus Stearinsäure, einem Stoff, der beispielsweise in Rindertalg enthalten ist. Tegomuls, bindet ziemlich viel Wasser (etwa die achtfache Wassermenge) und ist einfach in der Handhabung. Es ergibt eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Tegomuls schmilzt ab etwa 50°C und wird in der Fettphase erhitzt. Für eine Creme braucht man etwa 5-10% Tegomuls von der Gesamtmenge. Tegomuls eignet sich sehr gut für Gesichtscremes und Lotionen. Für medizinische Cremes ist oft der Wasseranteil zu hoch, was aber bei manchen Cremes durchaus erwünscht sein kann. Tegomuls kann man in Apotheken bestellen, auch wenn die Mitarbeiter dort es meistens gar nicht kennen. Die gängigen Apothekengroßhändler können es liefern. Auch in Internetshops und speziellen Kosmetikzutaten-Läden bekommt man Tegomuls.

 

*Vitamin-E-Acetat ist synthetisches Vitamin E. Es ist stabiler als natürliches Vitamin E und daher für die Cremeherstellung besser geeignet, wird aber höher dosiert.

 

*Cetylalkohol wird zur Tensidsynthese verwendet sowie als Emulgator und Salbengrundlage in kosmetischen Präparaten. In Wasser fast unlöslich. Bildet eine monomolekulare Schicht auf der Wasseroberfläche aus, die die Verdunstung des Wassers reduziert.

 

*Parsol MCX ist eine öllösliche Sonnenfiltersubstanz (chemische Charakterisierung: Zimtsäureester, Blaue Liste Code-Nr. UV 445, CTFA: Octyl Methoxycinnamate). Aussehen: Klare, hellgelbe, etwas viskose und nahezu geruchlose Flüssigkeit. Erlaubte Einsatzmenge lt. Kosmetikverordnung: bis zu einer Höchstkonzentration von 10% (Übliche Einsatzkonz. 5-6%). Der Sonnenfilter wird in die Ölphase gegeben.

 

*Heliozimt ist eine Kombination aus Substanzen, die auch als Lebensmittelaroma Verwendung finden. Es duftet nach Vanille und Zimt. Es dient der Verlängerung der Haltbarkeit von Cremes um ca. 6 Wochen geben Sie 1 Tropfen auf 10 g Creme. Auch eine höhere Konzentration auf bis zu 2 Tropfen pro 10 g Creme ist nicht hautreizend und verlängert die Haltbarkeit auf ca. 3 Monate.


*D-Panthenol (auch Provitamin B5 genannt) ist eine klare, farblose und hochviskose Flüssigkeit, die Wasser anziehen (etwas hygroskopische Eigenschaften) und bei längerer Lagerung kristallinische Abscheidungen bilden oder sogar fest werden kann. Umfassend in Haut- und Haarpflegepräparaten, insbesondere für Sonnenschutzmittel, Babypflegepräparate, Hautcremes, Rasiercremes und Pflegelotionen. In Nahrungsmitteln als Feuchthaltemittel und Verarbeitungshilfsstoff, zur Vitaminisierung. Üblicherweise wird der Zusatzstoff für kosmetische Präparate in einer Konzentration zwischen 0,5 und 5% (bezogen auf die Ansatzmenge Fertigprodukt) eingesetzt. Dabei sollte die Dosierung für Lotionen dem unteren, für Cremes und Babypflegepräparate dem oberen genannten Wert nahekommen. In dekorativen Kosmetika, eingeschlossen Lippenstifte und Lippenpflegestifte, kommt D-Panthenol mit 1-5% zum Einsatz. Für Zahnspülungen und Mundwässer empfiehlt sich eine Konzentration von 0,2 bis 1%, für Zahncreme von 1 bis 1,5%

 

 

 

Speise-Rezepte und Getränke mit Aloe vera:

 

Aloe- Chicorée-Salat
    2 Chicorée, 1 Orange
    1/2 Becher Creme Fraiche
    1/2 Zitrone (Saft)
    1/2 Tl Zucker
    5 cm langens Aloe vera – Blatt filetieren
Den Chicorée zerteilen, waschen und trocknen und kreisförmig auf zwei Tellern arrangieren. Die Orange filetieren, dabei die weiße Haut vollständig entfernen. Das Aloe vera - Filet in kleine Stücke schneiden. Orange und Aloe vera auf den Chicoreeblättern verteilen. Aus der Creme fraiche, dem Zitronensaft und dem Zucker ein Dressing rühren. Das Dressing ins Blütenherz geben und das Ganze servieren.

 

 

Waldorfsalat mit Aloe
    1 Stange Sellerie,
    Saft einer Zitrone
    1 Apfel
    1 Birne
    2 El Walnüsse
    1/2 Bund Petersilie
    1 El Honig
    25 ml Aloe vera Saft
    1/2 geriebene Schale von der Zitrone
    80 ml Sahne
Den Sellerie schälen, raspeln und sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit er nicht verfärbt. Apfel und Birne klein schneiden und unter den Sellerie mischen. Die Walnüsse fein hacken. Honig mit Aloe vera Saft, Zitronenschale und Sahne vermischen und über den Salat gießen. Alles vermengen und auf Tellern anrichten. Mit Blättchen von Zitronenmelisse oder Pfefferminze verzieren.

 

 

Salatsauce mit Aloe Vera
    2 El Essig (z.B. Balsamico- oder Sherryessig)
    2 El Aloe vera Saft bzw. 2 Würfel aufgetautes Aloe vera Mousse
    2 El Gemüsebrühe
    1 Tl Honig
    1/2 Tl Senf
    4 El Öl (z.B. Sonnenblumen- oder Olivenöl)
    1/2 fein gehackte Zwiebel
    fein gehackte Petersilie
Alle Zutaten gemeinsam in ein Schraubglas geben, fest verschließen und gut schütteln. Dieses Dressing passt sowohl zu Salaten aus Wurzelgemüsen (z.B. zu mittelgrob gehobeltem Sellerie, Karotten, Rote Bete, Radieschen und Rettich) als auch zu Rohkostplatten aller Art (etwa zu Artischocken, Tomaten, Champignons).

 

 

Gemischter Salat mit Aloe vera Stücken
    Gemischte Blattsalate nach Saison (Eichblatt, Radicchio, Rapunzel, Eissalat...)
    1 Grapefruit
    1- 2 El Balsamico-Essig
    1 Tl mittelscharfer Senf
    Salz
    frisch gemahlener Pfeffer
    Kräuter nach Belieben
    4 El gutes, kaltgepresstes Olivenöl
    Filet aus einem etwa 5 cm langen Stück Aloe vera
Die Salate waschen, putzen, trockenschleudern und auf zwei Tellern anrichten. Die Grapefruit filetieren, dabei die weiße Haut vollkommen entfernen. Die Filets in mundgerechte Stücke schneiden. Das Aloe-vera-Filet klein hacken und gemeinsam mit dem Grapefruitstücke auf den Salatblättern verteilen. Aus Öl, Essig, Senf, Gewürzen aus Kräutern eine Vinaigrette anrühren und über den Salat gießen. Danach sofort servieren. Zu diesem Salat passt frisches Knoblauchbaguette, heiß aus dem Backofen.

 

 

Aloe Fruchtdrink: Aloe Blossom
    3 cl Aloe vera Gel
    1 cl Grenadinesirup
    2 cl Zitronensaft
    10 cl frischer Orangensaft
Die Zutaten vermischen, Eis dazugeben, in ein Glas gießen und mit Physalis dekorieren.

 

 

Aloe Tonic Water -  der klassische Fitmacher
    1 Würfel tiefgefrorenes Aloe vera Mousse
    1 großes Glas Mineralwasser
    1 Spitzer Zitronensaft
    Eiswürfel

Ein wunderbares Tonikum, das fast wie Tonic-Water schmeckt.

 

 

Alkoholauszug aus Aloe vera
    20 gr. frisches herausfiletiertes Aloe vera Gel
    100 ml Weinbrand oder Wodka (je nach Geschmak)
Das Aloe vera Gel in kleine Würfel schneiden und in ein fest verschließbares Glas oder eine Flasche mit Schnappverschluss geben. Mit dem Alkohol übergießen, sodass die Aloe vera Stückchen vollständig bedeckt sind. Diesen Ansatz 14 Tage im verschlossenen Glas ziehen lassen. Danach den Auszug abseihen und in eine entsprechend verschließbare Flasche füllen.
Anwendung: 1 mal täglich einige Tropfen mit etwas Wasser einnehmen. Zum Gurgeln ein paar Tropfen in ein Glas geben und morgends und abends anwenden. Bei Insektenstichen und kleinen Entzündugen auftragen um Juckreiz zu lindern und Entzündungen schneller zum Abheilen zu bringen.

 

 

Aloe vera Sirup
    100 gr. frisches herausfiletiertes Aloe vera Gel
    100 g brauner Zucker
Das Aloe vera Gel in kleine Würfel schneiden und mit einem Stabmixer moussieren. Rohrzucker unter leichtem Erwärmen unterrühren. Achtung bei starkem Erhitzen gehen zu viele Inhaltsstoffe der Aloe vera verloren.
Anwendung: Morgends einen halben Teelöffel des Sirup pur einnehmen oder in etwas Wasser eingerührt auf nüchternen Magen trinken.

 

 

Aloe vera Rotkraut Apfel Trunk
    4 Würfel moussiertes tiefgefrorenes Aloe vera Gel oder 50 ml frisches Aloe Gel
    200 Gramm Rotkraut
    1 halber Apfel
    eine Prise Zimt
Das Rotkraut und den Apfel im Entsafter entsaften. Den so gewonnenen Saft mit den Aloe vera Eiswürfeln bzw. dem frischen Aloe vera Gel mischen und mit einer Prise Zimt abschmecken. Dieser Vitaldrink ist besonders geeignet für Menschen mit Nachtsicht-Problemen. Aloe Vera soll das Auge klären und der Farbstoff im Rotkohl soll das Auge sensibel machen. Dieses Elixier werden blutbildende, cholesterinsenkende und entwässernde Eigenschaften zugesprochen. Es stärke außerdem Knochen und Nieren.

 

 

Aloe vera Joghurt Eis
(für ca. 10 Kugeln)
    600 g unbehandelten Naturjoghurt 140 g Fruchtzucker
    115 g Aloe vera Gel
    115 g Schlagsahne
Den Joghurt mit dem Fruchtzucker und dem Aloe vera Gel gut verrühren, geschlagene Sahne unterheben und in einer Eismaschine gefrieren lassen. Wer keine Eismaschine hat, stellt die Masse ins Gefrierfach und rührt zwischendurch immer wieder um.

 

 

Kiwisorbet mit Aloe
(für 4 Portionen)

    50 g  Zucker
    5 Kiwis
    2 TL Zitronensaft
    4 Würfel frisch filetiertes Aloe vera Gel oder 4 Würfel tiefgefrorenes Aloe-Mousse
    1 kleines Eiweiß
Obstsorten zum garnieren (z. B. Orange, Sternfrucht, Mango der Feige)
Minzeblättchen
Puderzucker
Den Zucker mit etwa 3 Esslöffeln Wasser verrühren, 2 Minuten lang erhitzen und dann abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Kiwis mit dem Zitronensaft und der Aloe vera im Mixer pürieren. Den Zuckersirup darunter mischen. Das Eiweiß steif schlagen und das Kiwipüree unterheben. Die Masse in eine flache Schale füllen, glatt streichen und ins Gefrierfach stellen. Gelegentlich umrühren. Sobald die Masse gefroren ist, Kugeln ausstechen (wenn man die Löffel zuvor in heißes Wasser taucht, geht es leichter).

Auf dem in Scheiben geschnittenen Obst anrichten und mit Minzeblättchen dekorieren und ganz leicht mit Puderzucker bestäuben.

 

 

Erdbeeren mit Aloe Vera und Portweinzabaione
    800 gr Erdbeeren
    6 El Honig
    1 Tl Zitronensaft
    25 ml Aloe-vera-Saft oder püriertes Frischblattgel
    4 Eigelb
    8 El roter Portwein
    Minzeblättchen zum Verzieren
Die Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. 2 Esslöffel Honig mit Zitronensaft und Aloesaft oder -gel mischen und darüber geben. Das Ganze mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Für die Zabaione die Eigelbe mit dem restlichen Honig im Wasserbad schaumig schlagen, den Portwein dabei löffelweise hinzufügen. Dann die Masse im Wasserbad kalt rühren. Die Erdbeerstücke auf Tellern verteilen, mit der Zabaione überziehen und mit Minze garnieren.

 

 

Quarkspeisen mit Aloe vera
    50 ml Aloe Vera Gel oder 4-5 gefrorene Aloe vera Mousse-Würfel
    250 g Magerquark
    etwas Milch oder Sahne (je nach Geschmack)
    250 g frisches Obst (Erdbeeren, Himbeeren, Mango... je nach Geschmack)
    1 Päckchen Vanillezucker
Frisches Aloe vera Gel pürrieren oder fertige Eiswürfel des Gels verwenden und schmilzen lassen. Mit dem Quark mixen und nach Bedarf mit Honig oder Zucker süßen
.

 

 

Aloe Vera Bonbons
    5 bis 6  kleine bis mittlere Blätter der Aloe vera
    1 Tasse braunen Zucker
Die Aloe Blätter ausfiletieren und mit dem Küchenstab pürieren. Unter das Mousse eine Tasse braunen Zucker (Rohrzucker aus dem Reformhaus) untermischen. Etwas Butter in eine Kasserolle geben und wenn diese geschmolzen ist, die Mischung aus Aloe Vera und Zucker langsam unter Rühren hinzugeben. Wenn der Zucker geschmolzen ist, (man kann zusätzlich auch noch einen Löffel Bienenhonig dazugeben), alles vorsichtig auf ein vorbereitetes Holzbrett geben, das am besten vorher mit gefettetem Backpapier belegt wurde. Die Masse vor dem erkalten in bonbongroße Stücke schneiden. Die Bonbons im Kühlschrank aufbewahren.

 

 

Kandierte Aloe
    100 g frisches Aloe vera Blattgel
    100 g Rohrzucker
Das Blattgel mit dem Messer in mundgerechte Würfelchen schneiden. Mit dem Zucker vermischen und in ein Schraubglas füllen. Die Aloe-Zucker-Mischung mehrere Tage stehen lassen und während dieser Zeit immer wieder umrühren.
Haltbarkeit: ca. 3 Monate
Anwendung: Zum Frühstück 1/2 Grapefruit mit kandierter Aloe bestreichen. Das stimuliert den Verdauungsapparat, wirkt tonisierend und ausgleichend.

 

Alle Rezepte sind hier aufgelistet.



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